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Positive Bilanz zum bundesweiten Warntag

Dresden. Im Rahmen des bundesweiten Warntages zieht das Brand- und Katastrophenschutzamt positive Bilanz - auf allen Kanälen ist die Warnung überwiegend erfolgreich verlaufen.

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In Dresden wurden beim Warntag am 8. Dezember 97 Prozent der Sirenen erfolgreich ausgelöst.

In Dresden wurden beim Warntag am 8. Dezember 97 Prozent der Sirenen erfolgreich ausgelöst.

Foto: Pixabay

Pünktlich um 11 Uhr wurde am Bundesweiten Warntag am 8. Dezember durch den diensthabenden Lagedienstführer in der Integrierten Regionalleitstelle Dresden das stadtweite Sirenenwarnsystem ausgelöst. Um 11.45 Uhr erfolgte die Entwarnung. Neben dem regulären Übertragungsweg wurde diesmal auch ein Reservekanal getestet, mit dem jedoch keine Sprachdurchsage übertragen werden kann. Deshalb gab es zur Entwarnung um 11.45 Uhr keine Sprachdurchsage.

 

192 von 198 betriebsbereiten Sirenen ausgelöst

Insgesamt sind 210 Sirenen im gesamten Stadtgebiet auf Gebäuden verteilt. Zwölf Sirenen sind derzeit nicht am Netz, weil Baumaßnahmen am Gebäude stattfinden oder eine Wartung notwendig ist. Aus diesem Grund gab es im Stadtgebiet einige Bereiche, in denen die Sirenen nicht oder nur sehr leise wahrgenommen werden konnten. Von den verbleibenden 198 ausgelösten Sirenen haben 192 Sirenen eine technische Rückmeldung über die erfolgreiche Aktivierung zurückgemeldet. Bei den damit noch offenen sechs Sirenen konnte keine Rückmeldung technisch übertragen werden. Da keine Person vor Ort das Ergebnis akustisch überprüfen konnte, muss dies zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen eines Wartungseinsatzes vor Ort geprüft werden. Damit wurden 97 Prozent der Sirenen in der Landeshauptstadt Dresden nachweislich ausgelöst.

Parallel dazu gaben zahlreiche Menschen über das Social Web ein direktes Feedback über ihre Eindrücke am Warntag. Das Team der Pressestelle der Feuerwehr Dresden verzeichnete auf ihre Berichterstattung bei Facebook, Instagram und Twitter über 18.000 Interaktionen und beantwortete viele Fragen rund um die Auslösung des Sirenenwarnsystems.

 

Landeshauptstadt setzt auf Warnmix

Nach wie vor bleibt die Verständlichkeit der Sprachdurchsagen die größte Herausforderung. Die Tonfrequenzen der Sprachdurchsagen werden durch externe Einflüsse wie Wind, Straßenverkehr, Umgebungsgeräusche etc. stark beeinflusst. Eine Verständlichkeit an jedem Ort ist deshalb nicht garantiert.

Grundsätzlich ist ein Warnsignal immer besser zu hören als das gesprochene Wort. Die Landeshauptstadt Dresden setzt im Rahmen der Warnung der Bevölkerung auf einen Warnmix. Das bedeutet, dass neben dem Sirenenwarnsystem auch das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) mit der Warnapp NINA, sowie die Kommunikationskanäle der Stadtverwaltung und Feuerwehr im Internet gezielt eingesetzt werden. So können konkrete Informationen zur vorherrschenden Gefahr bzw. der Sirenenauslösung allen Menschen zur Verfügung gestellt werden. Außerdem sind bei der Warnung der Bevölkerung Medienhäuser wichtige Multiplikatoren. Sie erreichen über Rundfunk, Fernsehen, Print und online viele Menschen.


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