Carola Pönisch

Peter Schreier erhält Kunstpreis 2016 der Stadt Dresden

Am 19. März werden der Kunstpreis der Stadt Dresden und der Förderpreis vergeben. Die Preisträger wurden aus 21 Vorschlägen heraus von einer Jury gewählt.
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Der 1935 in Meißen geborene Sänger und Dirigent gehört zu den erfolgreichsten und international bekanntesten Musikern Deutschlands. Auch international wurde er als Tenor bekannt. Sein Erfolg ist eng mit den Werken von Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart verbunden. Peter Schreiers Karriere begann im Dresdner Kreuzchor. Rudolf Mauersberger erkannte als Kreuzkantor das Talent des jungen Sängers und förderte ihn nach Kräften. Als Erster Gefangener in Beethovens Fidelio 1959 betrat er an der Staatsoper Dresden erstmals die Opernbühne, deren Ensemblemitglied er im Jahr 1961 wurde, bevor er dann 1963 an die Berliner Staatsoper wechselte. Nicht nur in Dresden und Berlin begeisterte er sein Publikum, sondern auch in den internationalen Opern- und Festspielmetropolen Mailand, New York, Buenos Aires und Bayreuth. Während seines aktiven Wirkens als Sänger galt er als führender Mozart-Tenor. Auch die Gestaltung der Evangelistenpartien in Bachs Oratorien sowie seine Liedinterpretationen machten ihn weltweit bekannt. Als Dirigent stand er vor renommierten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, den Wiener Symphonikern und natürlich den Orchestern in seiner Heimatstadt, der Dresdner Philharmonie und der Staatskapelle Dresden. Mit über 60 Opernpartien und der Aufzeichnung von rund 300 Schallplatten kann Peter Schreier auf ein beeindruckendes Lebenswerk zurückblicken. Mit dem Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden würdigt die Jury sein Lebenswerk, dessen musikalisches Wirken eng mit Dresden verbunden ist und immer wieder auf diese Stadt abgestrahlt hat.

Förderpreis

Der Förderpreis 2016 geht an das Festival DAVE. Die Abkürzung steht für Dresden Audio Visual Experience und wird getragen vom Ragin Spirits e. V. unter Conrad Schneider als Vorstandsvorsitzendem. Bei dem Projekt steht elektronische Musik im Vordergrund. "DAVE" fand erstmals 2014 statt. Das Festival versteht sich zugleich auch als künstlerisches Netzwerk und überwindet dabei bewusst Genregrenzen. Die Vertonung des Stummfilms „Panzerkreuzer Potemkin“ im Militärhistorischen Museum oder ein Auftritt in der Martin-Luther-Kirche sorgten in der Vergangenheit für große Aufmerksamkeit in dieser Stadt.     Mit dem Förderpreis der Landeshauptstadt Dresden würdigt die Jury ein Festival, das elektronischer Musik in dieser Stadt neue Orte und thematische Zugänge erschließt. DAVE geht damit nicht nur neue Wege in der Stadt, sondern trägt dazu bei, dass auch jungen Künstlern ein Podium geboten wird.


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