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André Schramm

Nossener Brücke: Letzte Hilfe

Die Nossener Brücke ist nicht nur in die Jahre gekommen, sondern schwächelte zuletzt unter der hohen Belastung. Ab Freitag gilt auf einem Teilstück eine neue Verkehrsführung – eine letzte lebensverlängernde Maßnahme.

 In den letzten Monaten wurde fleißig gebaut und zwar unter der Brücke. Auf dem Gelände der DREWAG entstanden sogenannte Scheiben. 13 dieser Stahlbeton-Stützbauwerke wurden quasi unter die Brücke „gesetzt“ und erhöhen seither die Traglast der beiden Spuren in Richtung Südvorstadt auf einer Länge von etwa 150 Metern. Alles ein paar Meter Richtung Süden „Die Stützen, die damals Mitte der 60er Jahre zusammen mit der Brücke errichtet wurden, hätten sich sonst irgendwann regelrecht von unten durch die Bewehrung gebohrt“, erklärte Straßen- und Tiefbauamts-Chef Reinhard Koettnitz. Immerhin rollen jeden Tag rund 30.000 Fahrzeuge über die Verbindungstrasse zwischen Löbtau und Südvorstadt. Bleibt bis 2020+X Damit die Maßnahme ihre Wirkung entfaltet, gilt ab diesem Freitag auf dem betreffenden Teilstück kurz hinter der Löbtauer Brücke eine neue Verkehrsführung, bei dem das Gros der Fahrzeuge auf die „verstärkte“ Seite gelenkt wird. Heißt: alle vier Spuren befinden sich nun ein paar Meter weiter in Richtung Süden. Um genügend Platz dafür zu schaffen,  musste der bisher getrennte Geh- und Radweg stadteinwärts verschlankt und zusammengelegt werden. „Alternativ hätten wir ansonsten nur noch eine Spur in jede Richtung freigeben können. Das wollten wir den Autofahrern nicht antun“, sagte Koettnitz mit Blick auf den morgendlichen Berufsverkehr an dieser Stelle. Die neue Verkehrsführung wird bis zum Abriss und Neubau der Nossener Brücke (inkl. Stadtbahntrasse) bestehen bleiben. Bis dahin steht das Bauwerk unter ständiger Beobachtung. Zahlreiche Sensoren messen jegliche Bewegung.      


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