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Nach Berlin: Striezelmarkt wird gesichert

Der Anschlag auf einem Berliner Weihnachtsmarkt wirkt sich auch in Dresden aus. Derzeit wird der Striezelmarkt mit großen Steinblöcken „sicher“ gemacht – für die letzten vier Tage. Es wird ein sehr trauriger Anblick sein…
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+++ Update, 21. Dezember, 11 Uhr +++Sperr- und Sicherungsmaßnahmen mit Betonelementen in der Dresdner Innenstadt+++ Überall dort, wo es sinnvoll und logistisch möglich ist, will die Stadt Dresden ihre Weihnachtsmärkte und die für Freitag, 23. Dezember, geplante Weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche mit Betonelementen vor unberechtigter Zufahrt schützen. Dies teilten Pressesprecher Kai Schulz und der Leiter des Amtes für Wirtschafsförderung Dr. Robert Franke mit. An folgenden Standorten wurden die Betonelemente aufgebaut:
Striezelmarkt
Verbau Wilsdruffer Straße, Zufahrt Seestraße von Süden, ebenso Zufahrt aus Richtung Kreuzkirche/Café Dreißig Prager Straße
Verbau Zufahrt Prager Straße aus Richtung Hauptbahnhof (zirka fünf Elemente) und Zufahrt am Hotel „Lilienstein“ (drei Elemente) Hauptstraße
Verbau Zufahrt vom Albertplatz aus (zirka zehn Elemente) Neumarkt
Verbau Zufahrt aus Richtung Osten unter Berücksichtigung des Teilrückbaus des Weihnachtsmarktes (zirka 20 Elemente) ................................................................................................... +++ Update 20:00 +++ Neue Bilder vom Striezelmarkt +++ Betonblöcke entlang der Wilsdruffer Straße +++ Durchfahrt vom Postplatz bis zum Pirnaischen Platz am Abend gesperrt +++ Polizeiwagen direkt vor Haupteingang zum Striezelmarkt +++ Deutlich weniger Besucher auf dem Markt +++ Fotos: Pönisch+++ Update 16 Uhr +++Mittwochabend, 21. Dezember, 19 Uhr, findet ein Friedensgebet in der Kreuzkirche am Altmarkt statt +++  Markttreiben auf dem Dresdner Striezelmarktwird kurz unterbrochen +++ Beleuchtung von Fichte, Schwibbogen und  Herrenhuter Sterne wird  ausgeschalten, restliche Beleuchtung  gedimm +++ keine Musik +++ Bühnenprogramm unterbrochen +++ danach geht Markttreiben bis 21 Uhr weiter +++ ................................................................................................... Dazu ein Statement des Pressesprechers der Stadt Dresden, Kai Schulz:
„Wir sind tief erschüttert über die Ereignisse in Berlin und unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer sowie allen Berlinerinnen und Berlinern. In diesen Stunden stimmen sich die Sicherheitsbehörden über die Konsequenzen aus den Ereignissen ab. Die Stadt Dresden steht im engen Kontakt mit der Polizei. Im Moment werden die Zugänge zum Striezelmarkt mit Steinblöcken versperrt. Dies ist eine Maßnahme, die so im Sicherheitskonzept des Striezelmarktes vorgesehen ist und greift, wenn sich die Sicherheitslage für den Markt verändert hat. Über gegenenfalls weitere Maßnahmen werden wir umgehend informieren.“

Dresdner Polizei passt Sicherheitsmaßnahmen für Weihnachtsmärkte an

Nach den Ereignissen in Berlin hat die Dresdner Polizei in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt Dresden die Sicherheitsmaßnahmen für den Striezelmarkt in Dresden angepasst. Darüber informiert die Polizeidirektion Dresden. Neben einer verstärkten Präsenz von Beamten werden seit Dienstagvormittag Durchfahrtssperren aufgebaut, die eine unberechtigte Einfahrt in den Marktbereich verhindern sollen. Zunächst werden die Betonelemente sowie Fahrzeugsperren an den Zugängen zum Altmarkt postiert. Im Zuge des Aufbaus werde es im Innenstadtbereich zu Verkehrsbehinderungen kommen. Polizeipräsident Horst Kretzschmar (57): „Wir haben bislang auf das Aufstellen von Durchfahrtssperren verzichtet. Allerdings hatten wir Vorkehrungen getroffen, um schnell auf eine veränderte Sicherheitslage reagieren zu können. Diese Situation ist nun eingetreten. So haben wir heute Morgen begonnen, die bereits bei den Feierlichkeiten zum 3. Oktober eingesetzten Betonklötze um den Striezelmarkt aufzubauen.“ Desweiteren werden bereits seit Beginn der Märkte Interventionskräfte vorgehalten. Sie stehen für den Ernstfall als sofortige Eingreifgruppe im Einsatzraum bereit und sind mit einer besonderen Schutzausrüstung sowie Maschinenpistolen ausgestattet. Horst Kretzschmar betonte bei der Lagebesprechung am Dienstag: „Für Dresden gilt weiterhin eine abstrakte Gefährdungslage. Konkrete Hinweise auf Anschläge gibt es nicht. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es eine absolute Sicherheit nicht gibt. Wir versuchen mit unseren zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen Risiken für derartige Szenarien zumindest zu minimieren.“ (ju)

Leipzig: Sicherheitskonzept Weihnachtsmarkt nach Ereignissen von Berlin

Obgleich die latente Terrorgefahr von Anfang an zu berücksichtigen war, prüften Stadt und Polizeidirektion Leipzig aufgrund der gestrigen Ereignisse in Berlin erneut das hiesige Sicherheitskonzept rund um den Weihnachtsmarkt, teilt die Polizeidirektion Leipzig mit. Beide Seiten kommen zu dem Schluss, das Konzept nicht grundlegend überarbeiten zu müssen oder gar die Öffnungszeiten und Standorte des Weihnachtsmarktes zu ändern, heißt es. Gleichwohl sei es aus Gefahrenabwehrgründen unstrittig geboten, die polizeiliche Präsenz im Rahmen der Bestreifung ab sofort nochmals zu erhöhen sowie die Goethestraße und den Augustusplatz für den Lkw-Verkehr zu sperren. Polizeipräsident Bernd Merbitz: „Die schrecklichen Bilder aus Berlin lösen auch bei mir Bestürzung und Trauer aus. Sie waren überdies Anlass, sich bestehende Gefahren vor Augen zu halten und Schritte zu erwägen, ihnen angemessen zu begegnen. Die in der Folge getroffenen Maßnahmen tragen einerseits dem aktuellen Ereignis und andererseits der Verhältnismäßigkeit Rechnung, denn es besteht kein Grund zur Panik.“ (Loe)

Sicherheitsbehörden in erhöhter Alarmbereitschaft

Ulbig: „Von Ereignis in Berlin tief erschüttert“ Innenminister Markus Ulbig nach einem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am Montagabend: „Ich bin tief erschüttert über das grausame Ereignis auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und Freunden.
Auch wenn die Hintergründe noch nicht abschließend geklärt sind, bleibt die Tatsache so vieler Toter und Verletzter ein Ereignis, das nicht nur Betroffenheit auslöst.“ Die sächsischen Sicherheitsbehörden seien bereits seit Montagabend in erhöhter Alarmbereitschaft. Am Dienstag werde sich Innenminister Markus Ulbig mit der sächsischen Polizeiführung zum Thema Sicherheitslage, insbesondere auf den Weihnachtsmärkten, beraten. Zudem finde eine Bund-Länder-Videokonferenz zum Ereignis in Berlin statt. (PM/Sächsisches Staatsministerium des Innern)