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Monumentalgemälde restauriert

Dresden / Radebeul. Im Beisein der Oberbürgermeister von Dresden und Radebeul wird das für das Karl-May-Museum restaurierte Monumentalgemälde "Auf zum Kampf" präsentiert.

Am 26. Januar, 12 Uhr, wird im Lesesaal des Stadtarchivs Dresden (Elisabeth-Boer-Straße 1) das restaurierte Monumentalgemälde "Auf zum Kampf" von Sascha Schneider im Beisein der Oberbürgermeister von Dresden und Radebeul, Dirk Hilbert und Bert Wendsche, präsentiert.

Das Gemälde hat eine wechselvolle Geschichte mit mehreren Besitzern hinter sich. Sascha Schneider schenkte es ursprünglich Klara May, der Witwe des bekannten Schriftstellers Karl May, in den 1920er Jahren. In der Villa "Shatterhand" fand sich jedoch kein Platz dafür. 1960 verkaufte die DDR das Gemälde mit einem Großteil des Nachlasses des Schriftstellers an die Verlegerfamilie Schmid nach Bamberg. Erst 1994 konnte es mit zusammen mit dem wertvollen Mobiliar Karl Mays wieder zurückgekauft werden. Seitdem fristete das Bild aufgerollt einem Dämmerzustand im Depot des Karl-May-Museums.

 

Restaurierung war dringend nötig

 

Die Lagerbedingungen für das Gemälde erhöhten über die Jahrzehnte die Schäden. Eine lange geplante umfangreiche Restaurierung konnte schließlich 2023 durch die Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Meißen realisiert werden. Die umfangreichen Restaurierungsarbeiten an dem großformatigen Werk (247 x 452 cm) dauerten ein halbes Jahr und wurden durch die Dipl.-Restauratorin Claudia Hartwich und ihre Kollegin Dipl.-Rest. Ulrike Schauerte in den Werkstätten des Landesamts für Denkmalpflege in Dresden durchgeführt. Die Gesamtkosten für die Restaurierung belaufen sich auf rund 62.000 Euro.

Das Gemälde soll in Zukunft im neuen Empfangsgebäude des Karl-May-Museums - Fertigstellung Ende 2026 geplant - präsentiert werden. Bis dahin hat sich die Stadt Dresden bereit erklärt, das fertig restaurierte Werk im Lesesaal des Stadtarchivs Dresden zu zeigen. Der Lesesaal ist am Montag von 9 bis 12 Uhr und am Dienstag sowie Donnerstag, 9 bis 17 Uhr, geöffnet. Der Eintritt ist frei.

 

Geschichte des Werks

 

Das "Auf zum Kampf" oder auch "Phalanx der Starken" genannte Ölgemälde des deutschen Bildhauers und Malers Sascha Schneider (1870 bis 1927) entstand um 1902 und wurde erstmals auf der Dresdner Kunstausstellung 1903 präsentiert. Karl May war von den Werken Schneiders beim Besuch der Kunstausstellung so begeistert, dass er Kontakt zum Künstler aufnahm. Daraus entwickelte sich eine jahrelange Zusammenarbeit und Freundschaft.

Schneider schuf für May eindrucksvolle Neuillustrationen im Stil des Symbolismus für Cover seiner Reiseerzählungen und Bilder zur Ausgestaltung von Mays Villa "Shatterhand" in Radebeul. Die Karl-May-Stiftung verfügt heute über die größte Sammlung an Werken des Künstlers Sascha Schneider.

 

Lesen Sie hier weiter: Riesen-Bild für den Lesesaal des Dresdner Stadtarchivs