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Mit dem Rad über die Augustusbrücke

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Dresden. Nach jahrelangen Bau- und Sanierungsarbeiten ist Dresdens zentrale Elbquerung endlich fertig saniert und wieder in ihrer vollen Breite befahr- und begehbar. Dank der Sperrung für den Autoverkehr gibt es nun auch historisch viel Platz für Fußgänger/innen und Radfahrer/innen. Grund genug für den ADFC Dresden diese neue Epoche in der Geschichte der Augustusbrücke gebührend zu würdigen. Gemeinsam mit dem Fahrrad-Veteranen-Freunde Dresden e. V. sowie dem Radfahrerverein Weinböhla e.V. und ihren historischen Fahrrädern sowie passend historischen Gewändern trat der ADFC Dresden auf der Brücke in die Pedale und genoss so den breiten Raum für den Radverkehr auf dem Standsteinbauwerk.
 
"Auf der Augustusbrücke ist jetzt dank Sperrung für den Kfz-Verkehr wunderbar viel Platz für Radfahrerinnen und Radfahrer", freut sich Edwin Seifert, Geschäftsführer des ADFC Dresden. "Hier wurde einmal konsequent unsere alte Forderung nach ‚Mehr Platz fürs Rad' umgesetzt. Auch auf dem Kopfsteinpflaster lässt sich dank enger Verlegung der Steine und teilweiser Einbetonierung sehr gut radfahren."
 
Wichtig beim Befahren der Brücke mit dem Rad, und das demonstrierte der kleine Pulk mit seinen historischen und zeitgenössischen Fahrrädern am Samstag (12. März) ist, dass nun nicht mehr auf den Gehwegen gefahren wird, sondern auf der Fahrbahn. "Für viele Radfahrer/innen ist es noch ungewohnt und manche fahren auch fälschlicherweise weiter auf dem Gehweg, aber mit der fertigen Sanierung sind die Baustellenverhältnisse mit ihren gemeinsamen Geh- und Radwegen zu Ende gegangen. Jetzt, und das ist wirklich eine neue Epoche für die Augustusbrücke, haben die Radfahrer/innen den weiten Raum der Fahrbahn zu ihrer Verfügung, wobei natürlich der Straßenbahn Platz zu machen ist. Die Gehwege sind nur noch für Fußgänger/innen zum ungestörten Flanieren."
 
Der aufgekommenen Diskussion über eine Wiederzulassung von Kfz-Verkehr auf der Brücke erteilten die Radfahrer/innen des ADFC Dresden und des Fahrrad-Veteranen-Freunde Dresden e. V. eine klare Absage. "Niemand möchte wieder Autos auf der Augustusbrücke. Auch Touristenbusse haben genug andere Wege um in die Altstadt zu kommen", bekräftigt Edwin Seifert. "Und was Stadtrundfahrtsbusse auf der Brücke angeht, so wären für Fußgänger/innen und Radfahrer/innen keine wie aktuell natürlich am besten."
 
(pm/ADFC Dresden)