Carola Pönisch

Lasermikroskop statt Skalpell

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Dank einer großzügigen Spende kann die Klinik für Dermatologie des Uniklinikums Dresden ihren Patienten im Fall des Verdachts auf Hautkrebs ab jetzt eine schonende Untersuchung ihrer Haut anbieten. Den Kauf des neuen Geräts ermöglichte Jürgen Preiss-Daimler. Als einer der erfolgreichsten Unternehmer Ostdeutschlands mit Sitz in Grumbach bei Dresden unterstützt er bereits seit sechs Jahren die Hochschulmedizin Dresden und stellte allein für dieses spezielle Laser-Mikroskop über die von ihm und seiner Frau Beatrix Preiss-Daimler gegründete Stiftung »Medical Equipment and Research« einen knapp sechsstelligen Betrag zur Verfügung. Mit der konfokalen Laserscanmikroskopie lässt sich schnell und direkt feststellen, ob Hautkrebs vorliegt und um welche Krebsart es sich handelt. Die oft schmerzhafte Entnahme von Gewebe zum Stellen einer Diagnose (Biopsie) ist somit in vielen Fällen nicht mehr erforderlich. Das Ergebnis liegt in der Regel sofort vor. Das neue Gerät nutzt das Prinzip der konfokalen Laserscanmikroskopie. Im Gegensatz zur herkömmlichen Mikroskopie, wo das komplette Blickfeld mit einer Aufnahme abgebildet wird, tastet ein Laserstrahl Punkt für Punkt das Gewebe ab. Je nach Intensität lassen sich zusätzlich unterschiedliche Ebenen der Haut erfassen. Damit kann das neue Gerät Aufnahmen von sechs verschiedenen Hautschichten in einer hohen Auflösung anfertigen. Der Abgleich der Zellstrukturen von gesundem Gewebe und dem Tumorgewebe erfolgt wenige Minuten nach der Aufnahme. Dies ist Aufgabe des Arztes, der deshalb entsprechend geschult werden muss. Die konfokale Laserscanmikroskopie öffnet ein „Fenster in die Haut“. Das Gerät arbeitet mit langwelligem Laserlicht. Dank der Wellenlänge von 830 Nanometern  verursacht keinerlei Nebenwirkungen. Der Laser ist nicht schädlich für Auge und Haut. Auch hochempfindliche Hautareale, wie zum Beispiel bei einer akuten Kontaktallergie, können so problemlos beurteilt werden.