Carola Pönisch

Heinz-Steyer-Stadion: Bauschutt muss weg

770.000 Euro gibt der Freistaat dazu, damit die Stadt kontaminiertem Bauschutt abtragen kann. Der lagert unter den alten Stadionwällen und muss im Zuge des groß angelegten Umbaus des Stadions entsorgt werden.
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Für den Um- und Ausbau des Heinz-Steyer-Stadions zu einer multi-funktionalen Sport- und Veranstaltungsstätte hat die Stadt die Stadt Dresden jetzt die Fördermittelzusage über 770.000 Euro vom Freistaat erhalten. Mit dem Geld wird fachgerechte Entsorgung von kontaminiertem Bauschutt finanziert (Gesamtosten 960.000 Euro). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet rund um die Sportstätte mit Trümmerschutt aufgeschüttet, vor allem Bauschutt, Straßenaufbruch, Siedlungsabfälle und zum Teil sogar Hausmüll wurde hier abgelagert und später auch zur Aufhöhung der Stadionwälle verwendet. Der Um- und Ausbau des Heinz-Steyer-Stadions im Dresdner Stadtteil Fried-richstadt soll zukünftig ein vielfältiges, modernes Sport- und Veranstaltungsangebot ermöglichen. In diesem Zusammenhang sollen unter anderem auch die als „Steintribüne“ bekannte Südtribüne sowie die Stehplatzbereiche der Ost- und Westkurve erneuert werden. Das ist geplant Für das Bauprojekt erhält die Landeshauptstadt weitere Fördermittel. Das Land Sachsen unterstützt die Sanierung mit vier Millionen Euro. Die Bauarbeiten beginnen im Oktober 2021 mit dem Abbruch der Steintribüne und dem Aushub der Baugrube. Mit Beginn 2022 bis zum Herbst 2022 entsteht der Rohbau. Anschließend starten die Ausbauarbeiten, die etwa ein Jahr andauern. Parallel dazu werden ab Dezember 2022 die Außenanlagen und das Innenfeld hergerichtet. Die Übergabe ist im Herbst 2023 geplant.

Es entsteht ein Stadion mit 5.000 überdachten Sitzplätzen, ergänzt um ein multifunktionales Gebäude als Südtribüne. In diesem etwa 140 Meter langen Bauwerk entstehen auf vier Etagen eine neue Fechterhalle, Sport- und Fitnessräume, Squashcourts sowie ein Multifunktionsbereich für Sport und Bildung. Dazu kommen Büros und Räume für Vereine, Sportmedizin, Gastronomie und weitere gewerbliche Anbieter. Mobile Tribünen in den Kurven können die Zuschauerkapazität des Stadions vorübergehend auf bis zu 15.000 Personen erweitern und schaffen damit die Voraussetzung für Deutsche Leichtathletikmeisterschaften in Dresden. Ein umlaufender Flutlichtkranz integriert bereits vorhandene Teile des Stadions wie die Nordtribüne. Zwischen Ballsportarena und Heinz-Steyer-Stadion entsteht ein neuer Platz als zentraler Eingang zum Sportpark Ostra. Dieser lässt sich im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen oder für sonstige Veranstaltungen, wie Public Viewings, nutzen.