Carola Pönisch

Grabung mit Drohne und Laserscanner

Ehe das neue Verwaltungszentrum der Stadt in die Höhe wächst, graben sich die Archäologen durch die Vergangenheit des Ferdinandplatzes. Hilfe bekommen sie dabei von einem terrestrischen Laserscanner und einer Drohne.
Bilder

Der Laserscanner tastet das Gelände Punkt für Punkt millimetergenau ab, daraus entstehen geometrische Informationen über das Gelände, aus denen im Nachgang dreidimensionale Objekte geformt werden können. Mit der Drohne entstanden zudem hochaufgelöste Luftbilder und beides zusammen hält den Ausgrabungstand für die Zukunft genau fest. »Mit dem terrestrischen Laserscanner und der Drohne können wir die Ausgrabungen für Jedermann sichtbar machen«, erklärt Amtsleiterin Klara Töpfer vom Amt für Geodaten und Kataster. Das Katasteramt nutzt den Laserscanner für Projekte der Überwachungs- und Gebäudemessung oder auch bei der Erstellung von Lage- und Höhenplänen – zum Beispiel für Aufnahmen des Neptunbrunnens in der Friedrichstadt oder ein Komplettaufmaß des Kulturzentrums Scheune in der Neustadt. Mit der Drohne wurden zuletzt der Postplatz und der Neumarkt dokumentiert.
 
Wie geht‘s weiter am Ferdinandplatz?

In der Baugrube wurden alte Baureste und Kellerfußböden beräumt. Aktuell erfolgt die Sicherung der Fernwärmebauwerke an der Waisenhausstraße mittels Bohrpfahlwand. Bis Mai soll die Arbeiten beendet sein. Ab Juli bis Dezember wird die Baugrube mit einer Holzbohlenwand ausgekleidet und die Grundwasser-Absenkung eingerichtet. Ab 2022 sollen die Betonarbeiten beginnen. Das neue Verwaltungszentrum der Stadt Dresden soll 2025 bezugsfertig sein.