Carola Pönisch

Freibäder: Keine Eröffnung in Sicht

Dresdens Bäder-Chef Matthias Waurick schiebt Gerüchten einen Riegel vor: Es wird keinen Start der Freibad-Saison am 18. Mai geben.
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Man würde sich natürlich sehr freuen, wenn es bald losgehen könnte. Allerdings: "Ein so entspanntes Baden, wie wir es aus den vergangenen Jahren kennen, wird es voraussichtlich nicht geben“, erklärt Matthias Waurick, Geschäftsführer der Dresdner Bäder GmbH auf entsprechende Gerüchte, die einen Badestart für den 18. Mai ankündigen. Was zu klären ist Zunächst müssten die Behörden eindeutig festlegen, welche Bedingungen für die Gäste und Mitarbeiter vor Ort an einen Freibadbesuch geknüpft sind: Wieviele Personen sind zugelassen, im Wasser und auf den Liegeflächen? Welche Abstände sind zu beachten? Wie verhält es sich mit den Sanitär- und Imbissbereichen? Fallen alle Freibäder unter die neuen Regelungen oder sind Naturbäder beziehungsweise offene Badestellen, wo die Kontrollmöglichkeiten kaum gegeben sind, anders zu behandeln? Der bisher unbeantwortete Fragenkatalog ist lang. Die Bädergesellschaften in Sachsen stehen zwar in regem Austausch, dennoch braucht es klare Signale und umzusetzende Anweisungen der zuständigen Ämter. Was zunächst passieren müsste Für die Dresdner Bäder GmbH bedeutet die Aussicht auf einen raschen Saisonstart zunächst, die bestehende Betriebsvereinbarung einzuhalten, wie schnell die Mitarbeiter aus der Kurzarbeit geholt werden können. Die nötigen Saisonkräfte müssen akquiriert werden. Und natürlich steht die Inbetriebnahme der technischen Anlagen in den konventionellen Freibädern an. Dabei ist man auf Fachfirmen angewiesen. Eine stufenweise Öffnung der Objekte ist deshalb denkbar. Wenn ein konkreter „Fahrplan“ feststeht, wird die Dresdner Bäder GmbH umfassend dazu informieren. Wie die Pause genutzt wurde Vorbereitende Arbeiten in den Bädern wurden indes erledigt. So ist der „Rutschen-TÜV“ in den Freibädern erfolgreich beendet.  Im Stauseebad Cossebaude wurde in den Wintermonaten der "Rutschkörper" komplett ausgetauscht. Die 25 Jahre alte Bahn bestand noch aus glasfaserverstärktem Kunststoff und wies deutliche Verschleißspuren auf. Auch die Treppen- und Tragkonstruktion aus Stahl ist während der Modernisierung  saniert worden. Die neue Rutschbahn besteht aus Edelstahl , ein permanenter, kühlender Wasserlauf sorgt dafür, dass sich das Material nicht zu sehr aufheizt. Die Lauflänge ist mit über 80 Metern etwas kürzer als vorher. Ebenfalls kurz vor dem Abschluss stehen die umfangreichen Umbauarbeiten am Eingangsgebäude im Naturbad Mockritz. Dabei sind nicht nur ein zweiter Kassenplatz und ein kleiner, überdachter Vorplatz für die Besucher entstanden. Auch eine moderne Drehkreuzanlage wird noch montiert, die künftig den Zutritt mit Handy-Ticket ermöglicht. Ebenso wurden die Umkleide- und Sanitärbereiche saniert, wie auch die Personalräume und die Räumlichkeiten für den Imbiss. Außen bekam der Gebäuderiegel zudem einen farbenfrohen Anstrich, der ab kommender Woche noch durch Holzverkleidungen „aufgehübscht“ wird.