Ulrich Nelles/ck

»Europa der Herzen«

Dresden. Die Jazztage Dresden haben das Programm des Festivaljahres 2022 vorgestellt. Mit dem Motto »Europa der Herzen« wird für mehr Verständigung geworben.

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Geschäftsführerin Tanja Grandmontagne und Intendant Kilian Forster freuen sich auf die vielfältigen Veranstaltungen der Jazztage.

Geschäftsführerin Tanja Grandmontagne und Intendant Kilian Forster freuen sich auf die vielfältigen Veranstaltungen der Jazztage.

Foto: U. Nelles

Die Dresdner Jazztage finden mittlerweile fast das ganze Jahr statt. Dem Herbstfestival im Oktober und November haben die Organisatoren einen deutlich erweiterten Teil im Sommer vorangestellt. Darüber hinaus deutet das diesjährige Motto »Europa der Herzen« an, was ihnen wichtig ist. »Ein Jahr der Kunst, des Miteinanders und der Verständigung soll es werden«, ist sich Jazztage-Intendant Kilian Forster sicher. Vor diesem Hintergrund soll das Motto eine Art Leitstern für das diesjährige Festivalprogramm sein. So werden Künstler aus mehr als 40 Ländern Europas in Dresden erwartet. Damit dieses Thema auch visuell dargestellt wird, steht 2022 kein Künstler oder Ensemble als Titelgesicht im Fokus. Europa selbst ist der Titel auf den Plakaten.

 

Programm-Highlights

 

Fortgesetzt wird in diesem Jahr die Open-Air-Reihe »Summertime« im Dresdner SchillerGarten mit 17 Konzerten. Seit 30. April wird dort munter aufgespielt und dies soll bis Mitte Juli fortgesetzt werden. Das Programm reicht dabei von Swing über Afrofusion und traditionellen kubanischen Klängen bis hin zu coolem Jazz mit dem blinden Pianisten Matthew Whitaker.

Spielstätten wie das Gelände von Gartenbau Rülcker in Dresden und das Forte Belvedere in Leisnig sollen den Konzertwochenenden einen besonderen Rahmen in der Natur verleihen. Darüber hinaus gibt es Konzerte an den Dresdner Spielorten Tännichtgrundmühle, Parktheater im Großen Garten und Saloppe.

Nach ihrem Sommerfinale schlagen die Jazztage den Bogen zum Herbst: Vom 26. bis 28. August laden sie zum OSTRA-DOME-Open-Air – drei Konzerte im neugestalteten Außengelände auf der Open-Air-Bühne des OSTRA-DOMEs. Den Auftakt bildet am 26. August »Klazz Brothers & Cuba Percussion« gemeinsam mit der Philharmonie Salzburg. Am 27. August ist Tina Tandler mit Band zu Gast, gefolgt von Andrej Hermlin und seinem Orchester am 28. August. Bewährte Programmsparten wie Jazz ‘n‘ Future, Jazztage Akademie und Concertare! werden weitergeführt.

Vom 21. Oktober bis 20. November kommt das Festivalmotto »Europa der Herzen« richtig zum Tragen. Neben europäischen Künstlern und einer Reihe US-amerikanischer Stars treten lokale Ensembles auf. »Wir freuen uns auf hier beheimatete Künstler wie Pascal von Wroblewski, De-Phazz, Jule Malischke, Miss Rockester & Elbland Philharmonie Sachsen, Thomas Stelzer, Tina Tandler, Quadro Nuevo, MerQury, Jocelyn B. Smith und weitere«, so Kilian Forster. »Aus den USA sowie Australien erwarten wir unter anderem Maceo Parker, Gregory Porter, Lee Ritenour, Spyro Gyra, Tommy Emmanuel und Big Daddy Wilson.« – »Für Europa der Herzen stehen auch Nina Attal, Barcelona Gipsy Balkan Orchestra, Maria Markesini, die norwegischen Kreativen von Electrocutango, Iiro Rantala, Dirty Loops, Estas Tonne, die Budapest Ragtime Band, Tingvall Trio, Pasadena Roof Orchestra, Candy Dulfer, Günther Fischer und Uschi Brüning, Charly Gitanos und weitere.« Zu weiteren Details will man im Laufe des Sommers informieren, ergänzt Jazztage-Geschäftsführerin Tanja Grandmontagne.

Für den Abschluss des diesjährigen Festivalherbstes ist Messias Superstar – ein europäisches Oratorium unserer Zeit nach G.F. Händels Messias – mit europäischem Chor und einer Bigband geplant.

 

Weitere Infos: www.jazztage-dresden.de