Carola Pönisch

Endlich: Meißner Straße wird ausgebaut

Seit Montag, 4. Januar, wird in Radebeul die Meißner Straße zwischen Rennerberg- und Dr.-Külz-Straße grundhaft ausgebaut. Was bedeutet das für den Verkehr?
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Um es kurz zu sagen: Das langersehnte Großbauprojekt heißt vor allem: Umleitung. Stadtauswärts einen Bogen schlagen Die Straßenbahnlinie 4 aus Dresden fährt nur noch bis zur Gleisschleife in Radebeul-Ost. Von dort starten Busse nach Radebeul West, Coswig und Weinböhla. Der Kfz-Verkehr sowie die Ersatzbusse fahren ab den Landesbühnen über Paradies-, Winzer-, Heinrich-Zille- und Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße. Die Fahrstrecke in Richtung Dresden führt während der gesamten Bauzeit an der Baustelle vorbei. »Die Meißner Straße ist die Hauptverkehrsachse der Stadt Radebeul mit einem Verkehrsaufkommen von etwa 20.000 Fahrzeugen am Tag«, sagt der Radebeuler Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos), »auch auf diesem Bauabschnitt ist alles über und unter der Erde verschlissen, so dass es einer grundhaften Sanierung bedarf.« Hauptteil der Arbeiten ist der Neubau eines großen Abwasserkanals unter der Meißner Straße. Dazu kommt die Erneuerung sämtlicher Versorgungsleitungen. Kompliziert wird es, weil drei Stützwände, davon zwei Baudenkmäler, ab- und wieder aufgebaut werden müssen. Die DVB ersetzen insgesamt 886 Meter Doppelgleis. Sobald das erste neue Straßenbahngleis fertig ist, soll die Straßenbahn wechselseitig wieder von und nach Weinböhla durchfahren. Das ist für den 25. November 2019 und damit pünktlich vor dem Adventsverkehr geplant. Nur ganz am Ende der Bauarbeiten, im Mai 2020, muss die Straßenbahn für den Ausbau von Bauweichen noch einmal kurzzeitig pausieren. Barrierefreie Haltstellen sind endlich in Sicht Die beiden Haltestellen Dr.-Külz-Straße und Zillerstraße entstehen komplett barrierefrei. Neben Fahrgastunterständen und moderner Möblierung erhalten sie elektronische Abfahrtstafeln, an denen die nächste Bahn in »Echtzeit« angezeigt wird. Die Gehwege werden erneuert, für die Fahrradfahrer ist ein Radweg auf der Straße mit einer Breite von 1,5 Metern eingeplant. Nicht zu vergessen: »Nach der Rekonstruktion sparen wir zwei Minuten Fahrzeit je Wagen und Umlauf«, so DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach. Infos: * Gesamtkosten inklusive Grunderwerb: 12,6 Millionen Euro netto * Davon Fördermittel: 4,6 Millionen (Stadt Radebeul), 4,7 Millionen Euro (DVB) * Bauzeit: geplant bis Mitte 2020 * Im Laufe der nächsten Jahre sind weitere Bauabschnitte entlang der avht Kilometern langen Meißner Straße zur Sanierung in der Planung * DVB erneuern zugleich Stromversorgung der Bahnen, setzen 211 neue Fahrleitungsmasten Text: Annette Lindackers