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Eggerts Ostwind – Worum es geht

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Ob es jemanden gibt, der noch durchsieht, wenn in der sogenannten Flüchtlingskrise etwas angeregt, diskutiert, geprüft, auf die Tagesordnung gesetzt, von „Gipfeln" beschlossen wird? Ob es, wissend dreinschauende Nachrichten-Moderatoren und ihre hinzugezogenen Politik-Wissenschaftler eingeschlossen, also noch Zeitgenossen gibt, denen alles klar ist, wenn von Außengrenzen die Rede ist, von Flüchtlings- und Menschenrechts-Konventionen, Asylanträgen, -verfahren oder Bleiberechts-Entscheiden, von Rückkehr-Mechanismen, irregulären Korridoren oder regulärer Einwanderung, von Balkan-, Italien- und sogar Nordkap-Routen, von Schlepperbanden, Erstregistrierung, von unbegleiteten Jugendlichen oder Familiennachzug? Oder gar von der tapferen Mission der Bundesmarine in der Ägäis, „Schlauchbootbewegungen" festzustellen, die „griechischen Grenzbehörden" davon „in Kenntnis zu setzen", auf dass diese dann „eingreifen" können. Ja, ob da wirklich noch einer durchsieht? In all der Aufregung scheint es jedenfalls nur höchst selten um den Kern der Sache zu gehen: um Menschen, die – warum auch immer – ihre Heimat verlassen. Die im Schlamm irgendwelcher „Hotspots" liegen, versuchen, Stacheldraht-Verhaue zu überwinden oder im Mittelmeer um ihr Leben kämpfen. Gut, dass da wenigstens noch „europäische Werte" als Fixpunkte dienen können. Sofern Geld fließt. Ihr Hans Eggert