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Eggerts Ostwind – Handschlag

Eine Hamburger Lehrerin wollte einem Schüler islamischen Glaubens nach bestandener Prüfung die Hand schütteln.
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 Der Schüler verweigerte den Handschlag und kündigte an, dies auch bei der Abi-Übergabe zu tun. Immerhin habe der Prophet nie eine Frau berührt außer seine eigene. Als die Schuldirektorin ankündigte, auf den Handschlag zu verzichten, verzichteten einige Lehrer auf ihre Teilnahme am Abi-Ball. Der Fall wirbelte Staub auf. Nun soll eine Kommission eine Handreichung erarbeiten, wie in solchen Fällen zu verfahren sei. Wir vermuten: Der schulbehördliche Text wird ausgewogen ausfallen – es gilt ja, wie zu lesen ist, den „Schulfrieden zu bewahren". Als Vorbild könnte dieser jüngste Versuch der Bundeskanzlerin dienen, die Integration von Muslimen voran zu bringen: Sie bat dieselben um Verständnis, dass Deutsche unter anderem Schweinefleisch essen. Ob das allerdings d a s Problem der „Integrationspolitik" ist? Wir sollten jedenfalls nicht die Hand dafür heben, Integration von Moslems könne so am Ende gelingen. Die verlangt zwar nicht, dass der einheimische Küchen-Geschmack übernommen, wohl aber von vornherein akzeptiert wird, dass Einheimische leben, wie sie leben. Übrigens: Auch Juden, die hierzulande ihren Gesetzen treu sind, verzichten auf Schwein. Sind sie je gebeten worden, den deutschen Schweinefleisch-Verzehr freundlich zu verstehen? Ihr Hans Eggert


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