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Eggerts Ostwind - Änderungsbedarf?

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Unsere Gesellschaft werde, ja müsse sich ändern, ist derzeit angesichts der Flüchtlinge, die in unser Land kommen, vernehmlicher als sonst zu hören. Klingt banal. Wir sollten aber schon mal fragen, was sich ändert. Und vor allem, was sich nicht ändern soll. Wir leben in einem Land, in dem jeder seine Meinung sagen kann, auch wenn ich einiges, was da aus manchem  Wirr- und Hohlkopf quillt, unerträglich finde. In diesem Land können Gotteshäuser – Kirchen,  Moscheen, Synagogen – besucht werden, ohne dass Gläubige einer tagtäglichen Gefahr ausgesetzt sind, Anschlägen „Andersgläubiger“ zum Opfer zu fallen. In diesem Land herrscht Schulrecht für alle, Staat wie Eltern sind verpflichtet, dem Nachwuchs dieses Recht einzuräumen, was manchen Eltern (vor allem islamischen Glaubens) angesichts des Sport- oder Schwimmunterrichts ihrer Töchter schwer fallen mag. In diesem Land, um noch etwas zu nennen, darf sich jeder kleiden, wie er will, was, der Mode gemäß, mal mehr, mal weniger Haut ans Licht bringt – und auch nicht jeder Tradition entsprechen muss. Kurzum: Ich bin froh, in einem solchen liberalen, demokratischen Land frei zu leben. Weshalb ich mich nicht darüber wundere, zuweilen sogar stolz darauf bin, wenn Menschen aus anderen Weltteilen und Kulturen ebenfalls in diesem Land leben wollen. Und das, bitte, soll sich wirklich nicht ändern.