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DVB-T2 HD: Privat-TV gibt's nicht für lau

Ein neuer TV-Übertragungsstandard hält Einzug in Dresden und Umgebung: Ab 8. November löst DVB-T2 HD das bislang überschaubare DVB-T-Angebot in unserer Region ab. Besser wird dadurch am Ende nur die Bildqualität, es sei denn, man zahlt extra.
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"Mehr Programme, bessere Qualität" – unter diesem Motto hält  DVB-T2 HD Einzug in unserer Region. Foto: fotolia.com

"Mehr Programme, bessere Qualität" – unter diesem Motto hält DVB-T2 HD Einzug in unserer Region. Foto: fotolia.com

 Die gute Nachricht: Alle, die über einen Kabelanschluss bzw. Satellitenschüssel ihr Programm empfangen, können das auch über den 8. November hinaus. Sie sind von dieser Umstellung nicht betroffen.  Jene, die bislang das terrestrische Antennenfernsehen DVB-T nutzen, müssen sich hingegen ggf. kümmern. Der neue Standard hebt die Übertragungsqualität auf Kabel- und Satellitenniveau. Receiver? Wer künftig terrestrisch Full-HD schauen will, sollte zunächst prüfen, ob der Fernseher über einen integrierten DVB-T2 HD-Receiver verfügt. Insbesondere bei älteren TV-Geräten kommt man um den Kauf eines externen Receivers (ab 35 Euro) nicht herum. Die Ausstrahlung über das bisherige DVB-T wird am 8. November eingestellt. 3 Monate Privat-TV schnuppern Beworben wird der neue Standard mit rund 40 Programmen, die dann empfangbar sind,  darunter auch 22 private Sender. Während die öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme über die GEZ finanziert werden und dauerhaft ohne laufende Zusatzkosten daher kommen, kosten die privaten Sender nach einer dreimonatigen Gratisphase Geld (5,75 Euro pro Monat über freenet).  Heißt im Umkehrschluss: Wem 69 Euro pro Jahr zu viel sind, bei dem beschränkt sich das Privat-TV nach der Schnupperzeit auf BibelTV, HSE24 und QVC. Keine Benachteiligung wie bei DVB-T Allerdings herrscht dieses Mal etwas mehr Gerechtigkeit auf den Mattscheiben. Das Angebot des Plattformbetreibers für die werbefinanzierten Sender ist im Bundesgebiet einheitlich geregelt. Das öffentlich-rechtliche Programmangebot unterscheide sich je nach Sendegebiet, da auch DVB-T2 HD nicht genügend Ressourcen besitzt, um das vollständige Angebot abzubilden, teilte „ARD Digital“ auf Nachfrage mit. Das Lokalfernsehen soll ebenfalls über DVB-T2 HD ausgestrahlt werden. Infos.