Carola Pönisch

Dresdner Mietspiegel 2019 liegt vor

Die Mieten in Dresden steigen weiter. Die ortsübliche Vergleichsmiete ist seit 2016 um 6,4 Prozent von durchschnittlich 6,09 Euro auf 6,48 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Mieten für neue Wohnungen liegen mindestens bei 11 bis 12 Euro/qm.
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In allen großen deutschen Städten kennen die Mieten nur einen Weg: nach oben. Foto: pixabay.com

In allen großen deutschen Städten kennen die Mieten nur einen Weg: nach oben. Foto: pixabay.com

Der neue Mietspiegel tritt am 1. Januar in Kraft und ist bis 30. Dezember 2020 gültig. Um die Daten zu erheben, wurden 2.281 Mieter über ihre Wohnung und über die Höhe der am 1. April 2018 gezahlten Miete befragt. Außerdem stellten Wohnungsunternehmen Daten zu weiteren 1.700 Wohnungen bereit. Daraus leitete das Forschungsinstitut GEWOS den neuen Mietspiegel ab. Wichtig zu wissen: Für Mietspiegel werden (bundesweit) generell nur solche Wohnungen betrachtet, für die innerhalb von vier Jahren eine Mietänderung in Kraft trat (in aller Regel eine Mietsteigerung) bzw. die neu auf den Markt kamen. Blieben die Mieten gleich, wurden diese Daten nicht erfasst. Das schreibt eine bundeseinheitliche Regelung so vor. Demnach muss ein Mietspiegel aller zwei Jahre der Marktentwicklung angepasst und aller vier Jahre neu erstellt werden. Wie ist der Trend? Angebot und Nachfrage regeln messbar auch den Dresdner Wohnungsmarkt. Die ortsübliche Vergleichsmiete ist seit 2016 um 6,4 Prozent von durchschnittlich 6,09 Euro auf 6,48 Euro pro Quadratmeter angestiegen. Natürlich gibt es auch Mieten jenseits von zwölf Euro pro Quadratmeter. Nachfrage treibt den Preis hoch Für kleine Wohnungen mit einer Wohnfläche unter 40 Quadratmetern und große Wohnungen mit über 85 Quadratmetern sind höhere Mieten pro Quadratmeter zu zahlen als für Wohnungen mit mittlerer Wohnfläche. Höhere Mieten mit durchschnittlich 7,28 Euro pro Quadratmeter müssen für Wohnungen der Baujahreskategorie ab 1990 gezahlt werden; hier ist auch der Anstieg gegenüber dem letzten Mietspiegel von 2017 am höchsten. Preiswerter Wohnraum wird knapp Lagen für den Mietspiegel 2017, bei dem die am 1. April 2016 gezahlten Mieten abgefragt wurden, noch fast 14 Prozent der Wohnungen bei Mieten von unter 4,99 Euro pro Quadratmeter, sind es jetzt nur noch sieben Prozent. Auch der Anteil der Wohnungen mit Mieten zwischen fünf Euro und sechs Euro sank von über 34 auf 28 Prozent. Gestiegen ist dagegen der Anteil der Wohnungen mit Mieten von über acht Euro pro Quadratmeter von fünf auf fast zehn Prozent. Was ist neu am Mietspiegel 2019? Der neue Mietspiegel beinhaltet nicht mehr die bekannte Mietspiegeltabelle. Die Stadt Dresden wendet ab 2019 wie die meisten Städte in Deutschland die Regressionsmethode an. Das bundesweit anerkannte Verfahren erlaubt eine detailliertere Ausschöpfung der erhobenen Mietspiegeldaten als dies in einer Tabelle möglich ist. Die ortsübliche Vergleichsmiete kann genauer ausgewiesen werden, weil Größe,  Baualter (hier gibt es jetzt sechs statt bisher vier Baualter-Klassen), Wohnlage (einfach, mittel, gut),  Ausstattung (davon gibt es sieben Kategorien, für jede gibt es Ausstattungspunkte)  und energetische Ausstattung genauer erfasst wird. Wo gibt's den Mietspiegel? Mietspiegel-Broschüre ist ab Mitte Dezember in den Bürgerbüros und Stadtkassen für zwei Euro erhältlich. Als Online-Publikation ist sie bereits erhältlich unter www.dresden./de/mietspiegel. Ein Online-Tool steht ab 1. Januar bereit. Eine weitere Neuerung ist die adressgenaue Wohnlagekarte. Mit wenigen Klicks kann die Wohnlage über das Online-Tool abgerufen und die Vergleichsmiete relativ schnell ermittelt werden.


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