Carola Pönisch

Dresden mobil mit 1.000 MOBIbikes

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben am 17. August ein neues Bikesharing-System gestartet. 1.000 gelb-schwarze Leihfahrräder stehen bereit. Wird das neue MOBIbike angenommen, könnten bald 2.000 Räder im Einsatz sein.
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Ob nun schwarz-gelb oder gelb-schwarz: Die Dresdner Farben werden ab sofort noch ein Stück präsenter sein im Stadtbild. Denn an den 18 vorhandenen MOBIpunkten –  Bahn- und Bushaltestellen mit Carsharingangebot und e-Ladesäulen – sind nun auch gelb-schwarze Leihräder stationiert. Sie ersetzen künftig die 600 grün-weißen SZ-Räder. Neues Bikesystem Mit der Umsetzung und dem Betrieb von MOBIbikes hat die DVB die Firma nextbike GmbH beauftragt,  ein weltweit agierender Bikesharing-Anbieter mit Sitz in Leipzig und bisher bereits  Kooperationspartner beim Vorgänger sz-bike.  So funktioniert‘s Die MOBIbikes können von allen Dresdnern und Touristen genutzt werden. Die Abrechnung erfolgt viertelstündlich, pro 15 Minuten ist ein Euro fällig. Für zehn Euro im Monat gibt es eine Flatrate, mit der pro Ausleihe 30 Minuten kostenfrei gefahren werden darf - auch mehrmals am Tag. Abo-Kunden der DVB  erhalten diese Flatrate automatisch als gebührenfreien Bonus. Für jede weitere halbe Stunde bezahlen sie lediglich einen Euro. Wer ein MOBIbike ausleihen möchte, muss sich einmalig bei nextbike registrieren. DVB-Abo-Kunden können die Räder ohne zusätzliche Anmeldung benutzen. Sie halten einfach ihre DVB-Fahrkarte ein paar Sekunden über das Lesegerät am hinteren Schutzblech und schon ist das gewünschte Rad nutzbar. Die Registrierung bei nextbike ist nur dann nötig, wenn die Zeit von 30 Freiminuten pro Fahrt überschritten oder eine andere kostenpflichtige Leistung abgerufen wird.  Was ist MOBlapp? So heißt die Handy-App von nextbike, mit der sich Nutzer registrieren und die Standorte aller gelb-schwarzen Leihräder abrufen können. Sogar Fahrplanauskünfte für ÖPNV-Verbindungen und passende Tickets sind über MOBlapp erhältlich. Soll das Leihrad wieder abgestellt werden, verrät die App, wo sich die dafür vorgesehene blaue »Rückgabestraße« im Stadtzentrum befindet. Gegen einen Aufpreis von einem Euro besteht die Möglichkeit, das Rad auch in einer der pinkfarben hinterlegten Flexzonen abzustellen. Wer selbiges direkt an einem der 18 MOBIpunkte zurückgibt, wird für die nächste Leihe sogar mit einer Zeitgutschrift von zehn Minuten belohnt.  Kommt das neue Radleihsystem gut an, ist eine Erhöhung auf 2.000 Räder und eine Ausweitung der Rückgabestraßen und Flexzonen, vor allem Richtung Dresdner Norden und Osten, geplant. Auch  Lastenräder und Pedelecs soll es dann geben.


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