Carola Pönisch

Arnholdbad: Jetzt sind auch die Stelen schick

Das frühere Eingangsensemble des Georg-Arnhold-Bades zeigt sich wieder in seinem Ursprungszustand. Die zwei hohen, markanten Sandsteinstelen zwischen den beiden Torhäusern sind restauriert.
Bilder

 Auf einer der beiden Stelen erinnern ein Relief und ein Text an Friedrich Hermann Ilgen (1856 – 1940), einem großen Förderer der Dresdner Kunst und des Sports. Der erfolgreiche Geschäftsmann (v.a. als Apotheker durch den Verkauf von Mäusegift) und spätere Geheimrat gründete zu Lebzeiten eine bis heute existierende Stiftung, mit deren Geld Großprojekte finanziert wurden. Unter anderem die Ilgen-Kampfbahn: Die war zunächst eine Sportstätte für Leichtathleten, wurde 1923 eröffnet und beherbergte später das Rudolf-Harbig-Stadion. An ihrer Stelle steht heute das reine Fußballstadion, in dem die SG Dynamo Dresden ihre Heimspiele austrägt. 1926 wurde das Sportgelände „Güntzwiesen" um das Georg-Arnhold-Bad – damals noch mit 100 Meter-Schwimmbahnen – erweitert. Vor dessen altem Eingang baute der Bildhauer Arthur Lange zwischen die beiden zweigeschossigen Torhäuschen, die demnächst von der Dresdner Bäder GmbH saniert werden, die zwei Sandsteinstelen, die jetzt im Zuge der Badmodernisierung mit dem Sauna-Anbau nach den fachlich-konservatorischen Vorgaben des sächsischen Landesamtes für Denkmalpflege restauriert wurden. Sie gehören neben dem ebenfalls instand gesetzten Brunnen im Atrium zu den architektonischen Besonderheiten des Georg-Arnhold-Bades. Die über die Jahrzehnte in Mitleidenschaft gezogenen Sandsteinstelen wurden gründlich gereinigt und ausgebessert, wo erforderlich, wurden Steine versetzt, Fugen erneuert und Vierungen zum Abschluss angebracht. Die Arbeiten wurden von der Steinmetz- und Bildhauerwerkstätten Vogel aus Dresden sowie der Steinmetzwerkstatt Mühlner aus Burkhardswalde ausgeführt. Bezahlt wurde die Sanierung größtenteils von der Hermann-Ilgen-Stiftung.