Carola Pönisch

Also doch: "Prinz Eugen" wird Asylheim

Der erste Versuch scheiterte am Widerstand der Anwohner und am Rückzieher des Eigentümers. Jetzt kauft die Stadt das Drei-Sterne-Hotel in Laubegast.
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Foto: Eberlein

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Es ist der zweite Anlauf und dieses Mal steht der Deal: Laut SZ und Morgenpost, die aus Rathauskreisen informiert worden seien, wird das Hotel "Prinz Eugen" auf der Gustav-Hartmann-Straße 4 nun doch ein Asylheim. Laut Konzeption der Stadt zur Unterbringung von Flüchtlingen aus dem Jahr 2014 war das Drei-Sterne-Haus in Laubegast bereits Ende letzten Jahres als Übergangsheim vorgesehen und sollte ab Februar 2015 bis zu 100 Flüchtlinge aufnehmen. Doch der Protest der Anwohner und der Rückzieher des Eigentümers ließen die Sache platzen. Nun also der Rückzieher. Der Eigentümer verkauft das Hotel an die Stadt, die dafür laut SZ 3,6 Millionen Euro zahlen will. Schon am 2. November soll der Deal notariell über die Bühne gehen. Schon am 15. November will die Stadt rund 130 Asylbewerber in den 47 Zimmern unterbringen. Schulkomplex in Prohlis wird Unterkunft Derzeit richtet die Stadtverwaltung  das ehemalige Schulgebäude auf der Boxberger Straße 1 als Unterkunft für Asylsuchende her. Geplant ist, erst Haus B und anschließend Haus A zu nutzen. Die Unterbringungskapazität wird zunächst 48 Plätze umfassen und schrittweise ausgebaut. Die ersten Asylsuchenden ziehen schon in dieser Woche ein. Ab Anfang November stehen im Haus A weitere 144 Plätze zur Verfügung. Im Dezember kommen 96 Plätze dazu. Das Notquartier wird vom Malteser Hilfsdienst e. V. betrieben werden. Dresdner, die sich für die Asylsuchenden der Boxberger Straße 1 engagieren möchten, wenden sich  an den Prohliser Regionalkoordinator Herrn Dietze, Telefon: (03 51) 27 28 35 01, E-Mail: asyl@caritas-dresden.de.