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Zimmis Einwurf – Das ist ein wahres Fußball-Wunder

Das ist der Fußball-Wahnsinn an sich. So was hat es in den Aufzeichnungen weltweit noch nie gegeben. In der zweiten englischen Liga läuft die Partie zwischen Leeds United und Aston Villa. Ein Akteur namens Kodjia bleibt verletzt am Boden liegen. Jetzt kommt normalerweise das Fairplay nicht nur in England zum Einsatz. Die ballführende Mannschaft spielt die Kugel ins Aus, lässt den Verletzten wieder zu sich kommen.

Dann wird das Streitobjekt per Einwurf oder gezieltem Pass-Spiel als Dankeschön dem Gegner zurück gegeben.

Eine Regel, die inzwischen nicht mehr auf dem Papier steht. Sie wurde vom International Fußball Board einfach ignoriert. Das dachte sich auch der Leeds-Stürmer Roberts, der schnell eine Bewegung macht, obwohl das Team von Aston Villa auf den Ball ins Aus wartet. Weiter geht es auf Mateusz Klich, der das Tor für Leeds erzielt. Chaos an der Seitenlinie, Rudelbildung. Treffer zählt. Und nun kommt der Leeds Coach Marcelo Bielsa ins Spiel. Er befiehlt seinen Schützlingen, ein Tor von Aston Villa hinzunehmen. Also Geleitschutz. Niemand bewegt sich. 1:1.

Das muss man erst mal sacken lassen. In der heutigen Zeit, wo es nur um das ganz große Geld geht. Mit dem Unentschieden steigt Sheffield United direkt in die erste englische Liga auf. Leeds und Aston Villa müssen in die Qualifikation. Spannende Frage: Würde so was auch in Deutschland passieren?

Ihr Gert Zimmermann

Die Video-Kolumne "Zimmis Grätsche", von und mit Gert Zimmermann, gibt's >>HIER<<

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