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Zimmis Einwurf – Analyse ja, aber doch nicht so schnell!

Schau mal einer an. Für Fußball interessieren sich die Menschen auch, wenn Deutschland raus ist. Das ist die erste Erkenntnis der Wochen nach der Blamage in Russland. Was nichts anderes heißt, als dass Old Germany doch nicht der Nabel der Fußballwelt ist. Die zweite Erkenntnis: Frankreich ist noch lange nicht am Ende des Weges. Diese junge Truppe hat nun nicht gerade den begeisterten Fußball der Brasilianer vor 40, 50 Jahren vorgeführt. Aber das Spiel um den Erfolg war so etwas von effektiv, dass ihr Trainer durchaus zum Feldherr geworden ist. Seine wissbegierigen Schüler haben Taktik vor Schönheit gepaukt und wussten in jeder Minute des Turniers, was sie gerade zu tun hatten. Gut, auch die Floskel vom Champagner-Fußball darf nicht angewendet werden. Die dritte Erkenntnis: Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, den bestrafen die Ergebnisse auf dem Platz. Aber gnadenlos. Die deutschen Kicker haben es wahrscheinlich immer noch nicht kapiert, dass sie mit ihrem Altherren-Ballbesitz-Fußball aber so etwas von Hinterherlaufen.

Und genau dass soll sich natürlich schon morgen ändern. Schließlich ist Deutschland eine Fußball-Nation. Ob allerdings am 4. Advent in vier Jahren Deutschland wieder im Finale steht, dürfte die Gewinnfrage in den nächsten Monaten sein. Die Geistesblitze aus Richtung Frankfurt gibt es nicht. Erst mal eine Analyse. Mir wird gerade schlecht.

Ihr Gert Zimmermann

Die Video-Kolumne "Zimmis Grätsche" von und mit Gert Zimmermann gibt's >>HIER<<

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