Carola Pönisch

Volkshochschule Dresden wird 100

Dresden. Aus diesem Anlass bietet die Bildungsreinrichtung in diesem Jahr 100-Cent-Kurse, neue Schnupperkarte und allerhand zu 100 Jahren VHS

Seit einhundert Jahren kümmert sich die Volkshochschule Dresden (VHS) um die Stärkung der Persönlichkeit, ermöglicht Teilhabe und steht für eine Bürgergesellschaft. In der Geschichte gab es immer nur Kursangebote, die sich mit diesen drei Grundsätzen vereinbaren lassen. Schon seit jeher stehen deshalb neben Sprachkursen auch Künstlerische im Fokus, genauso wie auch welche mit gesundheitlichen oder kulturellen Thematiken. Im neuen Frühjahr/Sommer-Programmheft findet sich daher erneut eine breite Palette an beliebten Veranstaltungen und Kursen.

„Besonders froh sind wir, eine neue Programmbereichsleiterin für die künstlerischen Themen gefunden zu haben“, erklärt Volkshochschuldirektor Jürgen Küfner. Den ganzen Themenblock „Kunst“ hat sie über den Haufen geworfen und komplett neugestaltet, im wahrsten Sinne des Wortes. „Wir bieten jetzt nicht nur Fotoreisen, beispielsweise nach Marokko, an, sondern auch Street-Photography-Kurse in Dresden. ‚Street-Art‘ beschäftigt sich mit der urbanen Kunst auf Häuserwänden oder sonstigen Graffiti und wir sind stolz, als eine der ersten Volkshochschulen einen Kurs zu ‚Graphic Recording‘ anzubieten“, so Küfner. Beim „Graphic Recording“ geht es darum, gesprochene Worte auf eine neue Art und Weise wiederzugeben. Dies geschieht vor allem in schnellen Skizzen und Grafiken, während die Protagonisten noch sprechen. „Das ist ganz spannend, weil man nie weiß, was am Ende rauskommt. Wir haben extra dafür eine Expertin eingeladen, die ihr Wissen an interess ierte Dresdner vermittelt“, erklärt Küfner.

Im Bereich der Gesundheitsförderung gibt es ab sofort eine Schnupperkarte, bei der Unentschlossene verschiedene Kurse testen können. Für 12 Euro kann man so zum Beispiel einmal eine Zumba-Veranstaltung besuchen und danach zum Qi-Gong-Kurs gehen und in der nächsten Woche wieder ganz andere Gesundheitskurse besuchen.

„Auch konnten wir es ermöglichen, ausgewählte Veranstaltungen zum Jubiläum für 100 Cent anzubieten“, erklärt Küfner. Diese einmaligen Events sollen neue Interessenten in das im vorletzten Jahr frisch bezogene Volkshochschulgebäude ziehen, aber auch ein Dank für treue Teilnehmer sein. Weiterhin befasst sich die Volkshochschule thematisch sehr stark mit den letzten 100 Jahren. So wird es Veranstaltungen geben, die „100 Jahre Weimarer Republik“, „Kochen wie vor 100 Jahren“ oder „Die Kunst vor 100 Jahren“ thematisch aufgreifen. Jürgen Küfner weiß, „auch solche Sonderveranstaltungen gibt es schon für 100 Cent zu erleben. Man sollte sich schnell dafür anmelden!“

Im Rahmen der 100-jährigen Volkshochschul-Geschichte wird es auch eine Sonderausstellung in den neuen VHS-Räumen auf der Annenstraße 10 geben. „Ministerpräsident Michael Kretschmer eröffnet am 14. Februar die Ausstellung zu ‚100 Jahren Volkshochschule in Sachsen‘. Auf dieses Highlight freuen wir uns schon jetzt. Es wird aber nicht das letzte sein, was dieses Jahr an unsere lange Geschichte aufmerksam macht“, verrät Küfner abschließend.

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Rödertalbienen mit blamabler Vorstellung

Großröhrsdorf. Wegen einer völlig indiskutablen Leistung verlor der HC Rödertal beim nächsten Aufsteiger, TuS Lintfort, mit 21:27 (10:15). Die 320 Zuschauer sahen eine engagierte Leistung der Heimmannschaft, während die Rödertalbienen träge wirkten und meist einen Schritt zu spät waren. Neben Julia Mauksch musste Bienen-Trainer Frank Mühlner auch kurzfristig auf Lisa Loehnig verzichten, die im Training umgeknickt war. Ansonsten stand ihm der gesamte Kader zur Verfügung. Die Mannschaft von Bettina Grenz-Klein legte einen grandiosen Start hin und ging schnell mit 2:0 in Führung. Beide Tore erzielte Loes Vandewal (10/3 Tore). Die quirlige Rückraumspielerin war heute die erfolgreichste Schützin auf der Platte. Den ersten Treffer auf Seite der Bienen erzielte Meret Ossenkopp (7 Tore), die nach einem Zuspiel von Tammy Kreibich (3 Tore) frei zum Abschluss kam. Kurz darauf konnte Kamila Szczecina (2 Tore) ein Anspiel von Brigita Ivanauskaite (4 Tore) verwerten und glich zum 2:2 aus. Das Lintfort heute gedankenschneller war, deutete sich bereits beim 3:3 an – in der Rückwärtsbewegung schlief der HCR beim Wechseln. In Unterzahl konnten sie den Ausgleich zum 3:3 nicht verhindern. Die Mühlner-Sieben ließ sich davon zunächst nicht aus der Ruhe bringen und ging nach sechs Minuten mit 5:3 in Führung. TuS-Trainerin Grenz-Klein reagierte – sie ließ Ivanauskaite frühzeitig in Pressdeckung nehmen. Für den Rest des Spiels waren die Bienen ein Schatten ihrer selbst. Immer wieder konnte Vandewal ihre Mitspielerinnen gut in Szene setzen. Es benötigte 13 Minuten und zwei Time-Outs von Mühlner, bis der HCR wieder etwas Zählbares auf die Anzeigetafel bekam. In der 20. Minute spielte Kreibich einen präzisen Diagonalpass auf die inzwischen eingewechselte Rabea Pollakowski (1 Tor), die zum 6:8 traf. Der HCR leistete sich auch weiterhin zu viele Fehler im Aufbauspiel und war auch in der Verteidigung meistens einen Schritt zu spät. Dadurch baute Lintfort den Vorsprung bis zur 28. Minute auf 15:9 aus. Kurz vor Ende der ersten Hälfte klaute Szczecina noch einmal unter vollem Einsatz dem Gegner den Ball. Über Pollakowski kam das Spielgerät zu Ivanauskaite, die zum 10:15-Halbzeitstand traf. Zu Beginn der zweiten Hälfte machte sich noch einmal etwas Hoffnung im Lager der Bienen breit. Mühlner ließ seine Mannschaft nun in einer offensiven 5:1-Abwehr verteidigen, womit Lintfort einige Schwierigkeiten hatte. Im Angriff war es Kreibich, die zum ersten Mal mit Tempo auf die gegnerische Abwehr ging und prompt das 11:15 erzielte. Kurz darauf verkürzten Ivanauskaite und Ossenkopp auf 13:15 (37. Minute). Beide Mannschaften leisteten sich nun immer wieder Fehler, weswegen das Spiel offen blieb. Die Bienen waren besonders in der Abwehr deutlich engagierter, ließen im Angriff aber mehrfach Großchancen ungenutzt. Bis zur 45. Minute zog die Sieben von Grenz-Klein auf 20:16 davon. Der HCR bäumte sich nochmals kurz auf und verringerte den Rückstand wieder auf zwei Tore (18:20 nach 46 Minuten). In der 50. Minute erhielt Ivanauskaite ihre dritte Zeitstrafe und wurde disqualifiziert. Wie schon über die gesamte Spieldauer ließen sich die Bienen weiterhin hängen. Es kam nie das Gefühl auf, dass sie dieses Spiel noch drehen könnten. Mit einem 4:0-Lauf zog Lintfort bis zur 55. Minute auf 26:20 davon. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie schon längst gelaufen. Die Spielerinnen des HCR wirkten schlapp, kraftlos und konnten nicht annähernd das Tempo der Gastgeberinnen mitgehen. In den letzten fünf Minuten der Partie konnten beide Seiten noch ein Tor für sich verbuchen. Ossenkopp erzielte das zwischenzeitliche 21:26, ehe Mie Norup Isaksen (3/3 Tore) per Strafwurf zum 27:21 – Endstand traf. Neben der offensichtlichen konditionellen Überlegenheit der Gastgeberinnen muss erneut über die Ausbeute von der Strafwurflinie diskutiert werden. Die Bienen trafen lediglich einen von sechs Versuchen. Die Mannschaft täte gut daran, nach dieser blamablen Vorstellung, am nächsten Spieltag eine Trotzreaktion zu zeigen. HCR-Trainer Frank Mühlner: „Wir haben heute wegen Arroganz verloren. Oft genug wurde darauf hingewiesen, dass die Spielerinnen von Lintfort um ihr Leben rennen werden. Wir haben unsere komplette Linie verloren und nicht das gemacht, was vorher besprochen wurde. Im Kopf waren die Mädels viel zu langsam. Konsequenz ist, dass der trainingsfreie Tag gestrichen ist.“ Florian TriebelWegen einer völlig indiskutablen Leistung verlor der HC Rödertal beim nächsten Aufsteiger, TuS Lintfort, mit 21:27 (10:15). Die 320 Zuschauer sahen eine engagierte…

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