Carola Pönisch

Sächsische Dampfschiffahrt GmbH fährt Millionenverluste ein

Dresden. Das Unternehmen legt seine vorläufige Bilanz für 2018 vor. Ergebnis: Der heiße Sommer und der extrem niedrige Pegel führten zu über zwei Millionen Euro Minus.

 Eine enorm hohe Flexibilität habe der diesjährige Sommer der Sächsischen Dampfschiffahrt GmbH abverlangt. "Täglich haben wir Schiffs- und Passagierkapazitäten dem aktuellen Wasserstand der Elbe angepasst", so Pressesprecher Robert Rausch.

Was im Klartext bedeutet: Von Juli bis zum Saisonende Oktober fielen Fahrten aus oder mussten Touren verkürzt werden. An insgesamt 120 Tagen (von 123) war das insgesamt der Fall, nur im Juli gab es drei Tage, an denen alle Fahrten wie geplant durchgeführt werden konnten.

Dazu kam, dass durch den niedrigen Pegelstand der Elbe die Schiffe auch deutlich weniger Passagiere an Bord nehmen konnten. Aber auch Einbußen bei Umsatzpacht und Liegegebühren durch Fremdschiffe schlugen zu Buche. Die Auftragslage in der Werft Laubegast (vier Mitarbeiter) sei dagegen stabil geblieben.

Kleiner Nebeneffekt: Weil viele Fahrten nicht stattfanden, wurde weniger Diesel verbraucht, aber auch an Personalkosten gespart. Für die betroffenen Mitarbeiter der ElbeZeit, die im Servicebereich an Bord der historischen Dampferflotte und den zwei Salonschiffen arbeiten, wurde teilweise Kurzarbeit beantragt. Entlassungen gab es keine.

Unterm Strich wird das Unternehmen das Jahr 2018 voraussichtlich mit einem Minus von mehr als 2,2 Millionen Euro abschließen. Zum Vergleich: 2017 erzielte die Sächsische Dampfschiffahrt GmbH ein Plus von fast 917.000 Euro.

Dass die Verluste nicht noch viel höher sind, ist dem Tochterunternehmen ElbeZeit GmbH zu verdanken. Das betreibt unter anderem das Catering im Zoo (Afrikahaus und Pinguincafé) und führ in dieser Saison überdurchschnittlich gute Umsätze ein.

 

 

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.