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53-Jähriger Opfer von „Love Scamming“

Dresden. Ein kurzer Chat oder eine nette Mail von einem Unbekannten – das sogenannte Love- oder Romance-Scamming fängt harmlos an.

Ein kurzer Chat oder eine nette Mail von einem Unbekannten – das sogenannte Love- oder Romance-Scamming fängt harmlos an. Die Scammer suchen auf Online-Partnerbörsen oder in sozialen Netzwerken wie Instagram, Snapchat oder Facebook nach Opfern. Eine kurze Online-Einladung zum Chat dient vielen als Erstkontakt. Um sich beim potenziellen Opfer interessant zu machen, legen sich die Scammer ungewöhnliche Lebensgeschichten zu – und sie hinterlassen immer einen seriösen Eindruck.

Opfer dieser Masche wurde nun ein 53-Jähriger. Am Ende hatte er einen Schaden von ca. 20.000 Euro zu beklagen.

Der Dresdner hatte im Mai über Facebook eine Person kenngelernt, die sich als Ärztin aus Minneapolis ausgab. Zuerst schrieben sie sich über vollkommen belanglose Sachen. Später erzählte die „Frau", dass sie in Afghanistan stationiert sei.

Mitte Mai schrieb sie ihm schließlich, dass es bei einem Angriff auf sie und ihr Team Verletzte und einen toten Teamkameraden gegeben hätte. Nach diesem Angriff hätte der Gouverneur von Ost-Kabul dem gesamten Team acht Millionen Dollar als Wiedergutmachung angeboten. Das Team hätte sich entschieden, den Betrag anzunehmen und der Anteil pro Person wären knapp zwei Millionen Dollar.

Die Frau fragte nun den Dresdner, ob sie ihm das Bargeld in einer Kiste schicken könne, da es im Lager nicht sicher wäre. Sie würde es später bei ihm abholen. Für seine Hilfe sollte er zehn Prozent der Summer erhalten. Der 53-Jährige ließ sich auf die Sache ein.

In weiteren Kontaktaufnahmen schilderte die Unbekannte Probleme mit der Transportfirma und bat um eine Überweisung von zunächst knapp 12.000 Euro, später von weiteren 8.000 Euro. Um das Geld überweisen zu können, nahm der Dresdner unter anderem einen Kredit auf. Erst als er weitere 14.000 Euro überweisen sollte, wendete sich der 53-Jährige an die Polizei.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Betrugsverdachts. Grundsätzlich sollten Sie Menschen, die Sie nie persönlich kennengelernt oder gesehen haben, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen. Gerade im Internet tummeln sich viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen viel Geld verdienen wollen. Seien Sie also immer misstrauisch bei unglaublichen Angeboten. (tg)

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Üben am Baumbiegesimulator

Hagenwerder. Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere Herausforderungen. Um gut für diesen Ernstfall gewappnet zu sein, übten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren am vergangen Samstag (9. Februar) nach mehrjähriger Pause erstmalig wieder an einem Baumbiegesimulator. „Hier können alle Spannungen, Zug und Druck im Stamm simuliert werden“, erklärt der erste Stellvertreter des Kreisbrandmeisters, Peter Seeliger, der als Hilfsausbilder bei der Schulung anwesend war. „Die Kameraden lernen in der Ausbildung, worauf sie unter diesen Umständen achten müssen und erlernen besondere Schnitttechniken.“ Damit die Schulung den neuen Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) entspricht, hat der Landkreis Görlitz eigens einen Baumbiegesimulator beschafft. Dieser war am Samstag erstmalig im Einsatz. Er ist auf einem Anhänger montiert und wird zukünftig bei der Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren eingesetzt. Das Gerät steht fortan flächendeckend im gesamten Landkreis für Schulungen zur Verfügung. Bereits im Mai wird es einen weiteren Motorsägenlehrgang in Zittau geben. Insgesamt plant der Landkreis vier bis fünf Lehrgänge für jeweils zwölf Teilnehmer pro Jahr, um peu à peu dazu beizutragen, dass die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Schulung für alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren ermöglicht werden kann. An der jüngsten Schulung in Hagenwerder, die durch Christian Hanzig von der Berufsfeuerwehr Görlitz durchgeführt wurde, nahmen zwölf Feuerwehrleute teil. Die Ausbildung wird durch den Landkreis für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt, damit diese bei Sturmschäden oder sonstigen Hilfeleistungen sowie auch bei Bränden die Motorkettensäge einsetzen dürfen. Neben den Übungen am Baumsimulator standen auch Baumfällungen und Entästungen auf dem Schulungsprogramm.Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere…

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