Carola Pönisch

Pendler nach Dresden stehen 12 Arbeitstage im Stau

TomTom (TOM2) stellt die Resultate seines jährlichen Traffic Index vor. Dresden schaffte es in den TOP 10 immerhin auf Platz 10.
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Bestes Beispiel für die TomTom-Aussagen: Heute Morgen (27. Februar) standen "Einpendler" in Richtung Dresden wieder einmal auf der S173 bei Kesselsdorf im Stau. Foto: Pönisch

Bestes Beispiel für die TomTom-Aussagen: Heute Morgen (27. Februar) standen "Einpendler" in Richtung Dresden wieder einmal auf der S173 bei Kesselsdorf im Stau. Foto: Pönisch

Besonders starke Nerven brauchen Pendler am Dienstagmorgen zwischen 7 und 8 Uhr. In dieser Stunde wächst die Fahrtzeit um zusätzliche 43 Prozent. Und mit einem Stau-Level von 47 Prozent ist Donnerstag zwischen 16 und 17 Uhr die verkehrsreichste Abendzeit der Woche. Die höchste Verkehrsbelastung im Dresdner Tagesdurchschnitt maß TomTom am 14. Juli 2016: Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Bautzner Straße legte an jenem Donnerstag den Verkehr lahm. Zudem sorgte Dauerregen für das erhöhte Verkehrsaufkommen. 20 Millionen Kilometer Seit 2008 sammelt und vergleicht TomTom solche Verkehrsdaten. Damals lag der Stau-Level in Dresden bei 22 Prozent, letztes Jahr waren es 26 Prozent. Ein Pendler, der an einem verkehrsbelasteten Arbeitstag 60 Minuten mit dem Auto fuhr, war insgesamt 25 Minuten länger unterwegs ist als bei niedrigem Verkehrsaufkommen. Auf 2016 hoch gerechnet ergibt das 98 Stunden Zeitverlust, also etwas mehr als zwölf Arbeitstage (ein Arbeitstag = 8 Stunden). Für diese Aussagen wertete TomTom die Daten von 20.047.619 zurückgelegten Kilometern aus und bezog 3.542 Straßenkilometer, davon 199 Autobahnkilometer, in die Berechnung ein. Belegt ist auch, dass Dresden ein Beispiel für Städte mit Vier-Tage-Bürowoche ist. Freitag wird demnach als Homeoffice-Tag genutzt. Im bundesweiten Ranking sind Stuttgart, Köln und Hamburg die Städte mit dem höchsten Stau-Level, vor Nürnberg. München, Berlin, Hannover, Frankfurt und Wiesbaden.