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Klänge der Hoffnung

Dresden. Die Patienten der Kinder-Intensivstation am Uniklinikum Carl Gustav Carus Dresden dürfen ab sofort einen großen Gong bei ihrer Entlassung schlagen.
Oberarzt Dr. Matthias Richter (li.) und Patient Evangelos Ropos, der den Gong zur Einweihung schlagen durfte.

Oberarzt Dr. Matthias Richter (li.) und Patient Evangelos Ropos, der den Gong zur Einweihung schlagen durfte.

Bild: Uniklinikum Dresden / Holger Ostermeyer

Ab sofort erklingt auf der Intensivstation der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden regelmäßig ein Gong. Er ist für die Patienten mit einem wichtigen Schritt zurück ins Leben verbunden. Denn sie dürfen das Instrument mit einem Meter Durchmesser bei ihrer Entlassung schlagen. Sein Klang bietet den Kindern und Jugendlichen, die die Station verlassen dürfen, die Gelegenheit, Freude und Zuversicht nach Wochen des Bangens auszudrücken. Gleichzeitig erreichen die Schwingungen auch die Patienten, die noch behandelt werden müssen. Die Abschiedstöne sollen auch ihnen Motivation und Hoffnung geben, die Station bald selbst verlassen zu können.
 
Von Dr. Matthias Richter, Oberarzt der Intensivstation, ging die Idee aus, den Kindern mit einem so mächtigen und klangvollen Instrument den Abschied zu ermöglichen. Die Anschaffung möglich gemacht hat eine Spendenaktion des Vereins IntensivZeit e.V., der seit zwei Jahren den Patienten ihren Aufenthalt auf der Intensivstation erleichtern will. So verteilt er beispielsweise das Mut machende Kuscheltier Eule Annika oder stellt Tablet-PCs zur Verfügung, die den jungen Patienten die Kontaktaufnahme mit der Außenwelt erleichtern – besonders in der Pandemiezeit mit eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten eine große Hilfe.


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