

1991/92 stürmte Klaus Allofs für Werder Bremen in der Bundesliga gegen Dynamo und siegte, jetzt kehrte er als Manager von Fortuna Düsseldorf ins Rudolf-Harbig-Stadion zurück und verlor in der ersten DFB-Pokal-Runde 0:2. Ein verdienter Erfolg für Dresden?
Es war eine ganz klare Sache. Wir kamen nicht gut ins Spiel und hätten schon vor der Halbzeitpause höher zurückliegen können. Dabei bin ich hoffnungsvoll angereist, schließlich sind wir mit einem Sieg und einem Unentschieden erfolgreich in die Zweitliga-Saison gestartet.
Nach dem Seitenwechsel gab es eine kurze besser Phase Ihrer Mannschaft…
Klar, wenn da das 1:1 fällt, kippt die Partie vielleicht. Aber danach dominierte wieder Dynamo und hätte uns deutlicher abschießen können. Eine wirklich bärenstarke Leistung, die unterstreicht, dass die Mannschaft nicht zufällig in der 3. Liga ganz oben steht.
Was sagen Sie zur Atmosphäre?
Gigantisch diese Stimmung! Alle in gelb und auch lautstarke Unterstützung nicht nur aus dem Fanblock. Das ist ein Faktor, mit dem Dynamo in der Saison noch wuchern wird.
Im Gegensatz zum Vorjahr wurde der Aufstieg nicht offiziell als Ziel ausgegeben…
Trotzdem: Der muss kommen, allein aus wirtschaftlicher Sicht. Es ist mir heute noch ein Rätsel, wie die Dresdner im Frühjahr den Mega-Vorsprung verspielt haben. Aus dieser Erfahrung haben sicher auch die Spieler ihre Lehren gezogen, das wird nicht noch einmal passieren. Dynamo gehört weiter nach oben. Wir aber auch. Ich hoffe, wir sehen uns mal in der 1. Bundesliga wieder.
Sie sind auch Rennpferde-Besitzer, haben sich die Bahn in Seidnitz angeschaut. Ihr Eindruck?
Wunderbar dieses Flair, dieser nostalgische Hauch, die historische Tribüne. Ich weiß, dass die Stadt hinter der Bahn steht, der Oberbürgermeister ein Galopp-Fan ist. Damit steht und fällt vieles auch in Sachen Unterstützung. Ich stehe übrigens bei einer 100-Prozent-Siegquote, hatte vor einigen Jahren hier einen einzigen Starter – und der hat gewonnen. Vielleicht passt es ja mal wieder mit einem Rennen.