PM/BB

Heiraten liegt wieder voll im Trend.

Dresden. Heiraten an tollen Orten, am liebsten samstags und im September.

Bilder
Ehepaar Korth heiratete am 24. April 2021 auf dem Lingnerschloss - eine der ersten Hochzeiten nach den Coronaeinschränkungen in Dresden.

Ehepaar Korth heiratete am 24. April 2021 auf dem Lingnerschloss - eine der ersten Hochzeiten nach den Coronaeinschränkungen in Dresden.

Foto: Jürgen Maennel

Fast 2.000 Paare haben sich im vergangenen Jahr das Ja-Wort in der sächsischen Hauptstadt gegeben. Beliebtester Monat dafür war der September. Ein Großteil der Eheschließungen fand an einem Samstag statt. Besonders gern wurde in der Villa Weigang Dresden geheiratet. Für 2023 ist der Amtssitz des Standesamtes an den Wochenenden von April bis September bereits jetzt schon ausgebucht. Insgesamt sind nur noch wenige Samstagtermine verfügbar. Die Reservierung eines Eheschließungstermins ist frühestens ein Jahr im Voraus möglich.

 

2023 wieder Heiraten im Harbig-Stadion

Wem an einem besonderen Ort für Trauung gelegen ist, der hat 2023 wieder die Möglichkeit im Rudolf-Harbig-Stadion Ja zu sagen, am 12. und 13. Mai 2023. Emilia und Emil führen die Statistik der Vornamen an 2022 wurden in Dresden 6.697 (7.760 im Jahr 2021) Kinder, davon 3.413 (3.977) Jungen und 3.284 (3.782) Mädchen, beurkundet. Damit ist die Anzahl der beurkundeten Geburten im vergangenen Jahr weiter rückläufig. 114 (138) Zwillingspärchen und eine (drei) Drillingsgeburt wurden 2022 erfasst. Außerdem erblickten erstmals seit mehreren Jahrzehnten wieder Vierlinge in Dresden das Licht der Welt. 87 (63im Jahr 2021) Geburten wurden nachbeurkundet. Diese Kinder wurden im Ausland geboren. Das Geburts- und das Nachbeurkundungsjahr sind im Regelfall nicht identisch. 52 (53im Jahr 2021) Prozent der Mütter waren nicht verheiratet. 31 (29) Prozent der Eltern wohnten außerhalb des Standesamtsbezirkes Dresden.

Diese Angaben unterliegen seit Jahren nur geringfügigen Schwankungen. Bei den Geburten kann ausschließlich eine Aussage zur Staatsangehörigkeit der Elternteile erfolgen. Ein Rückschluss auf die Anzahl der Kinder, bei denen ein Elternteil oder beide Elternteile eine oder unterschiedliche Staatsangehörigkeiten besitzen, kann daraus nicht gezogen werden. 2022 wiesen 16,9 (12,4) Prozent der Elternteile Auslandsbezug zu insgesamt 119 (118) verschiedenen Ländern auf. Platz eins belegte dabei Syrien mit 297 Elternteilen, gefolgt von der Ukraine mit 170 und Polen mit 108 Elternteilen. Auf Rang vier und fünf folgten im Jahr 2022 die Russische Föderation mit 91 und die Tschechische Republik mit 89 Elternteilen.

 

Emilia und Emil am beliebtesten

Die Statistik der beliebtesten Vornamen wird bei den Mädchen angeführt von dem Namen Emilia, der 55-mal vergeben wurde, gefolgt von Ella und Johanna, die je 40-mal vergeben wurden. Bei den Jungen rangiert auf Platz eins - seit 2018 durchgängig - der Name Emil, der 63-mal vergeben wurde. Danach folgen 57-mal Oskar und 49-mal Theo. Die zehn beliebtesten ersten Vornamen für Mädchen sind der Reihenfolge nach: Emilia; Ella; Johanna; Charlotte; Emma; Mia; Ida; Helena; Lea; Clara. Die zehn beliebtesten ersten Vornamen für Jungs sind der Reihenfolge nach: Emil; Oskar; Theo; Anton; Karl; Theodor; Finn; Ben; Jonas; Paul. Mit nur einem Vornamen wurden 4.072 (4.815 in 2021) Kinder beurkundet.

724 Mädchen und 650 Jungen erhielten 2022 einen Vornamen, der einmalig in diesem Jahr in Dresden vergeben wurde. Die Hintergründe zur Namenswahl sind vielschichtig. Oft spielen verschiedene Schreibweisen der Vornamen eine entscheidende Rolle, aber auch der Auslandsbezug vieler Elternteile. Wieder mehr Eheglück 2022 wurden insgesamt 1949 (1892) Ehen geschlossen, davon 82 (73) gleichgeschlechtliche. Drei (sechs) Lebenspartnerschaften wurden in eine Ehe umgewandelt. Besondere Termine waren Montag, 14. Februar 2022, Dienstag, der 22. Februar 2022 sowie Montag, 12. Dezember 2022. An diesen Tagen wurde am häufigsten getraut. Insgesamt haben an diesen Tagen 33 Paare "Ja" gesagt. 2022 wurden mit 792 (811) Eheschließungen wieder rund 40 Prozent der Trauungen an Sonnabenden durchgeführt. Nach wie vor ist die Villa Weigang Dresden auf der Goetheallee beliebtester Trauort: 2022 wurden hier 1.554 (1.483) Ehen geschlossen.

 

Erstmals seit 20 Jahren mehr Sterbefälle als Geburten

Weitere Eheschließungen: im Schloss Albrechtsberg 73 (98), im Lingnerschloss 47 (51), im Landhaus 52 (62), im Schloss Schönfeld 61 (53), im Palais im Großen Garten 43 (32), im Carl-Maria-von-Weber-Museum 30 (29), im Kraszewski-Museum 30 (28), im Rathaus Weixdorf 50 (56) und im Rudolf-Harbig-Stadion neun (2021 keine). Der Saal des Kulturrathauses wird seit 2021 saniert und kann deshalb nicht genutzt werden. 2020 fanden hier 93 Eheschließungen statt. Ein Rückschluss auf die Beliebtheit der Orte, durch die Nutzungszahlen ist eher nicht möglich, da jedes Trauobjekt besonders ist. Die Objekte unterscheiden sich in Lage, Ausstattung, Kosten und Terminangeboten.

Nur in der Villa Weigang Dresden werden ganzjährig Eheschließungen angeboten. Alle anderen Trauobjekte bieten Termine in der Hauptsaison von April bis Oktober und im Dezember. In der Hauptsaison lag die Auslastung bei allen Terminen bei nahezu 100 Prozent. Mit 231 Eheschließungen war der September der traureichste Monat im Jahr 2022. Im März gab es nur 23 Eheschließungen. In 212 (180) Fällen wurden Paare mit ausländischer Staatsangehörigkeit getraut. Es heirateten Bürger aus 83 (81) verschiedenen Staaten. Im Rahmen der Eheschließungen mit ausländischen Staatsangehörigen trauten sich am meisten Menschen mit syrischer (37), österreichischer (32) und türkischer (26) Herkunft.

Erstmals seit 20 Jahren mehr Sterbefälle als Geburten im Standesamt beurkundet 2022 wurden 6.929 (7.675) Sterbefälle beurkundet, davon waren 117 (179) Personen ausländische Staatsangehörige. Es sind 3.615 (4.064) Männer und 3.314 (3.611im Jahr 2021) Frauen verstorben. Davon hatten 80 (79) Prozent ihren letzten Wohnsitz im Standesamtsbezirk Dresden. Es gab vier (sechs) Nachbeurkundungen. Diese werden grundsätzlich vorgenommen, wenn deutsche Staatsangehörige im Ausland sterben und die Angehörigen dies beantragen. Die Anzahl der beurkundeten Sterbefälle war im vergangenen Jahr erstmals seit fünf Jahren wieder rückläufig.

 

Weiterhin starker Anstieg der Kirchenaustritte

Das Sachgebiet Urkundenwesen verzeichnete erneut einen deutlichen Anstieg an Kirchenaustritten. Im Jahr 2022 wurden 2.753 (2.068) Kirchenaustrittserklärungen entgegengenommen. Das sind 685 mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der ausgestellten Urkunden ist ebenfalls angestiegen. So wurden 19.418 (18.074) Personenstandsurkunden und 373 (338) Bescheinigungen ausgestellt. Die Anträge hierzu wurden vielfach Online gestellt. Wird eine Ehe geschieden oder verstirbt einer der Ehegatten, so wird hierüber eine Folgebeurkundung im Eheregister vorgenommen. Dies war 2022 in 2.937 (3.065) Fällen notwendig. Zudem wurden 679 (611) Erklärungen zu Änderungen oder Angleichungen des Vor- oder Familiennamens beurkundet. Die Standesbeamten der Landeshauptstadt Dresden beurkunden Personenstandsfälle, die sich im Stadtgebiet ereignet haben. Aus diesen Zahlen ist daher kein Rückschluss auf den Haupt- oder Nebenwohnsitz der Bürgerinnen und Bürger möglich.

Weitere Infos unter: www.dresden.de/standesamt


Meistgelesen