Eberlein

Die Spalte: Ausgeschlafene Sachsen

Wir Sachsen sind ja helle und ausgeschlafen - obwohl auch bei uns Schlafstörungen weit verbreitet sind und immer mehr zunehmen. Klar, nach dem Umstellwochenende haben wir alle eine kleine Schlafmacke, schließlich fehlt uns zusätzlich zur Frühjahrsmüdigkeit noch eine Mütze - oder eine Stunde - Schlaf. Aber selbst wenn unser Körper den kleinen Jet-Lag verarbeitet hat, gibt es noch genügend Ein- und Durchschlafprobleme, Albträume, erhöhtes Schlafbedürfnis, Atemaussetzer, die richtige Schlafkrankheit und bei einigen der benötigte Schönheitsschlaf und viele andere Gründe mehr. Schlafmangel macht krank und soll u.a. für ein geschwächtes Immunsystem, ein gesteigertes Krebsrisiko, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, Depressionen und anderes verantwortlich sein. Der "normale" Deutsche braucht laut Experten zwischen sieben und achteinhalb Stunden ungestörten Schlaf. Ausnahmen bestätigen die Regel: Albert Einstein soll 14 Stunden gegrunzt haben (nur so geht Relativitätstheorie), Winston Churchill, Leonardo da Vinci und J. F. Kennedy brauchten nur rund fünf Stunden, haben sich aber ein Mittagsschläfchen gegönnt. Von dieser wirklich störenden Krankheit sind vor allem die Menschen in Ostdeutschland betroffen. Gründe? Wahrscheinlich macht man sich zu viele Gedanken um die großen und kleinen Probleme dieser Welt. Da nutzt dann auch die empfohlene Methode mit Zettel und Stift auf dem Nachttisch nichts: von wegen aufgeschrieben ist aus dem Kopf verdrängt. Übrigens haben schon Kinder und Jugendliche Schlafprobleme. Richtig schlimm werden sie im Rentenalter - wo eigentlich das Gehirn frei sein sollte/könnte. Aber wie so oft klafft zwischen Theorie und Praxis eine große Lücke. Das ist zum Gähnen... Mit schläfrigen Grüßen Regine Eberlein


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