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Die Relegation wird kein Spaziergang!

Dresden. Interview der Woche mit Ex-Dynamo-Profi Sebastian Schuppan
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Sebastian Schuppan

Sebastian Schuppan

Foto: PR

Zwischen 2010 und 2014 bestritt Sebastian Schuppan 106 Dynamo-Spiele. Am Wochenende schaute er beim HC Elbflorenz vorbei. Wie war’s?

 

Endlich wieder viele Zuschauer, tolle Stimmung, Begeisterung. Und Dresden hat 25:24 gegen Ludwigshafen gewonnen – ich darf also wiederkommen.

 

Handball und Fußball – was ist anders?

 

Auf dem Parkett geht’s härter zu, trotzdem wird kaum lamentiert und mit den Schiris diskutiert. Da können sich die Fußballer echt was abgucken.

 

Apropos Fußball: Einige Stunden vorher gab’s keinen Dresdner Sieg. Hat Sie das überrascht?

 

Leider nein. Sandhausen ist genau für solche Spiele gemacht, Dynamo nicht. Trotzdem darf man jetzt nicht aufstecken, muss endlich punkten. Es sind ja noch fünf Partien.

 

Glauben Sie an das Erreichen des Nicht-Relegationsplatzes?

 

Ehrlich gesagt nicht, denn die anderen werden auch noch ein paar Zähler holen. Trotzdem müssen Siege her – für den Kopf und das Selbstvertrauen.

 

In der Relegation geht’s gegen Kaiserslautern oder Braunschweig, auch nicht gerade Kleinkaliber…

 

Lautern ist extrem defensivstark und Braunschweig eine wilde, junge Truppe. In beiden Stadien brennt zudem die Luft, erst recht nach der Supersaison. Das wird kein Spaziergang.

 

Was machen Sie derzeit?

 

Ich bin für die US-amerikanische Nationalmannschaft tätig, habe mit deren Trainer Gregg Berhalter zusammen bei Energie Cottbus gespielt. Außerdem unterstütze ich gerade Vereine, die eine Fusion vorbereiten, weil ich in diesem Metier einige Erfahrungen machen konnte.