Branczeisz

Das Uniklinikum hat jetzt einen Konsum

Dresden. Schnell einen Salat oder einen Snack zum Mittag? Kein Problem.

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Eine schwere Geburt war die Eröffnung des 33. Konsum-Marktes an der Blasewitzer Straße, direkt am Uniklinikum. Immerhin neun Monate später als eigentlich geplant, gingen nun endlich die Türen am Dienstagmorgen 8 Uhr auf. Warum es so lange gedauert hat? Es lag an der Vorgeschichte des Objekts. Der Markt wurde aus drei früheren Ladenlokalen zusammengelegt. Allerdings hatte der Bäcker zwischenzeitlich eine Gastronomiegenehmigung bekommen - und damit war Baugenehmigung für "Einzelhandel" weg. "Umnutzung" hieß das auf Behördendeutsch.

Also musste der Konsum eine komplett neue Baugenehmigung beantragen, Tippeltappeltour durch alle Details, wie Sören Goldemann, Vorstandsmitglied der Konsum Dresden e.G. inzwischen entspannt erzählen kann. Vor ein paar Monaten hätte man ihn nicht dazu fragen dürfen. Doch nun ist es endlich geschafft, der kleine, feine Laden mit knapp 400 Quadratmetern ist mit seinem Sortiment genau auf die Wünsche der Kunden, vor allem des Uniklinikums, abgestimmt: mit einer täglich frischen und vielfältigen Salatbar aus mehrmals wöchentlich wechselnden Angeboten hausgemachter Salate und gesunden Snacks für den kleinen und großen Hunger.

Dass manches noch nicht angeliefert wurde, zum Beispiel Toffifee, gehört zu den neuen Erfahrungen von Händlern und Kunden unserer Zeit. Aber auch das kommt nach und nach. Der Markt öffnet schon 7 Uhr, damit jeder schnell noch etwas mit auf Arbeit nehmen kann, und hat in der Woche bis 19 Uhr offen. Die Haltestelle Augsburger Straße befindet sich direkt vor dem Markt und sorgt für eine super Anbindung mit Straßenbahn und Bus. Einen großen Parkplatz sucht man daher auch vergebens. Weil sich der Markt bewusst ins Umfeld einpasst, hat der Konsum an diesem Standort wegen der umliegenden Bäckereien und Fleischer auf eine Backstation und die Frischetheke verzichtet. Käse-, Milch- und Wurstwaren gibt es modernen Kühltheken zur Selbstbedienung. Marktleiter Sven Rüger und seine zehn Mitarbeiter werden den "Laden rocken" wie Vorstandssprecher Roger Ulke beim Anstoßen mit dem Team sagte.

Der Markt hat eine hochmoderne CO2-Kühlung, Wärmerückgewinnung und LED-Beleuchtung. Die Investitionskosten belaufen sich auf etwa eine Million Euro.

KONSUM DRESDEN e.G. In Dresden und Umgebung versorgen 33 Konsum- und Frida-Märkte mit einer Ladenfläche von 200 bis 2.000 Quadratmetern Mitglieder und Kunden. Bereits im Jahr 1888 wurde die Konsum Dresden eG von sieben Dresdner Familien gegründet, mit dem Ziel "qualitativ hochwertige Lebensmittel zu fairen Preisen" anzubieten.


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