Carola Pönisch

Anzeige gegen OB Hilbert wegen Maskenverteilung

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OB Hilbert zeigte sich überrascht vom Riesenandrang bei der Ausgabe der kostenlosen Mund-Nasen-Schütze am Montag vor dem Dresdner Rathaus. Foto: Schiller

OB Hilbert zeigte sich überrascht vom Riesenandrang bei der Ausgabe der kostenlosen Mund-Nasen-Schütze am Montag vor dem Dresdner Rathaus. Foto: Schiller

Gut gemeint, aber auch gut gemacht? Während wegen der Pandemie derzeit Veranstaltungen aller Art abgesagt sind,  fand spontan am Montag (20. April)  vor dem Rathaus-Eingang Goldene Pforte eine Art Großveranstaltung statt, die allerdings so nicht geplant war. Doch war sie vielleicht vorhersehbar? Immerhin hatte Sachsens MP Michael Kretschmer erst am Freitag, 17. April, eine verbindliche Maskenpflicht ab 20. April verkündet und zwar für alle Menschen, die einkaufen gehen und/oder den ÖPNV nutzen. Daraufhin beschloss die Stadtverwaltung, die für die Dresdner bestellten und gelieferten 200.000 Masken kostenlos zu verteilen. Gegen 11 Uhr sollte die Verteilung vor dem Rathaus starten, doch angesichts der Menschenmassen, die von der Wilsdruffer Straße über den Pirnaischen Platz und die Kreuzstraße bis zur Goldenen Pforte anstand, ging es bereits eine halbe Stunde eher los. Die über einen Kilometer lange Menschenschlange brachte dem OB allerdings jetzt Ärger ein.  Während Linken-Stadtrat André Schollbach dem OB eine PR-Aktion unterstellt und vorschlug, die  Masken sollten  künftig ausschließlich dezentral sowie auf dem Postweg verteilt werden, hat Linke-Schatzmeister Norbert Engemaier jetzt sogar eine Anzeige gegen Hilbert gestellt. Dirk Hilbert gibt inzwischen zu, die Nachfrage nach den kostenlosen Masken bisher unterschätzt und nicht mit soviel Andrang gerechnet zu haben. Gegenüber saechsische.de sagte er, eine solche Aktion würde er so nicht mehr wiederholen. Die restlichen Masken werden über die Stadtbezirksämter ausgegeben.


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