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11. September – Tag des offenen Denkmals

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Auch das Kraftwerk Mitte lädt zum "Tag des offenen Denkmals" ein.

Auch das Kraftwerk Mitte lädt zum "Tag des offenen Denkmals" ein.

Foto: Archiv / WochenKurier

Dresden. Denkmale sind Zeugnisse vergangener Zeiten, ihrer Erbauer und Bewohner. Ihre Bausubstanz - Wände, Böden, Decken, aber auch denkmalgeschützte Gärten und Parks - steckt voller Beweismittel. Historische Narben, Ergänzungen und Weiterentwicklungen erzählen viel über ein Bauwerk, seine Schöpfer und Nutzer. Das Denkmal selbst kann zum Opfer werden. Der bundesweit von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordinierte Tag des offenen Denkmals 2022 geht der Frage nach, welche Erkenntnisse und Beweise sich durch die Begutachtung der originalen Denkmalsubstanz gewinnen lassen. Welche Spuren hat menschliches Handeln über die Jahrhunderte hinweg und viele Zeitschichten hindurch hinterlassen? Welche "Taten" wurden im und am Bau verübt? Und welche Schlüsse zieht die Denkmalpflege daraus?

Annekatrin Klepsch, Beigeordnete für Kultur und Tourismus: "Der Tag des offenen Denkmals am 11. September lädt Sie dazu ein, sich selbst auf Spurensuche zu begeben und dabei Geschichte und Geschichten direkt am und im Denkmal zu ermitteln. Er bietet die Möglichkeit der Begegnung, des Austauschs und die Chance, Dresden oder das eigene Stadtviertel noch besser kennenzulernen und mehr vom großen Engagement für den Denkmalschutz von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Eigentümern, Stadt und Land zu erfahren."

Historische Gebäude, Friedhöfe, Kirchen, technische und Industriedenkmale aus mehr als sieben Jahrhunderten erwarten Besucher mit Ausstellungen, Vorträgen, Konzerten und vielen spannenden Gesprächen. Über das Stadtgebiet verteilt sind 52 Denkmale geöffnet. 13 denkmalübergreifende Führungen widmen sich den Themen Denkmal und Klima, Nachhaltigkeit, Besonderheiten technischer Denkmale und Restauration. Per Fahrrad kann der Archaeo-Pfad in Dresden-Prohlis erkundet werden. Teilweise sind Voranmeldungen notwendig. Viele sind für Familien geeignet, darunter im Kraftwerk Mitte, dem Archäologische Marktplatz in Prohlis, im Schulmuseum in Eschdorf, im Lingnerschloss, der Gedenkstätte Bautzner Straße, dem Europäischen Zentrum der Künste Hellerau, der Zwingerbauhütte und dem Biobahnhof Klotzsche.

Ein eigener Programmteil widmet sich anlässlich seines 150. Geburtstages dem Architekten und Stadtbaurat Hans Erlwein. Der am 13. Juni 1872 in Bayrisch Gmain geborene Johann (Hans) Jakob Erlwein studierte Architektur in München. Sein beruflicher Weg führte ihn von München über Bamberg 1905 nach Dresden, wo er zum Stadtbaurat verpflichtet wurde. In seiner fast zehnjährigen Tätigkeit in Dresden zeigt sich seine Leistung als Stadtbaurat in den Bauwerken anderer, die er beförderte, in Wettbewerbsentscheidungen und in den Maßstäben, die seine eigenen Bauten setzten. Stets war er darauf bedacht, dass Gebäude speziell für den jeweiligen Ort geplant waren.

Dr. David Klein, Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz: "Die Würdigung Hans Erlweins liegt uns dieses Jahr innerhalb des Tages des offenen Denkmals in Dresden besonders am Herzen. Hier tragen eine Straße, eine Schule und weitere Gebäude seinen Namen. Wir freuen uns, im diesjährigen Programm einen Schwerpunkt präsentieren zu können."

Das Hans-Erlwein-Gymnasium ist am Sonntag, 11. September mit einem vielfältigen, von den Schüler/innen gestaltetem Programm geöffnet. Es gibt Baustellen-Führungen im Erlweinturm und Maschinenhaus des ehem. Vieh- und Schachthofes Friedrichstadt sowie Führungen auf Erlweins Spuren in Pieschen und Löbtau.

 

Das komplette Programm und weitere Infos gibt es H I E R


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