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Rödertalbienen verlieren Kellerduell

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Foto: Heiko Nühse

Foto: Heiko Nühse

Auch gegen den TVB Wuppertal konnte der HC Rödertal nicht punkten. Trotz starken 25 Minuten und einer kämpferischen Leistung verlor der HCR mit 22:27 (11:11). Isabel Wolff (5 Tore) und Anna Frankova (4/1 Tore) kehrten in den Bienen-Kader zurück. Dafür musste Cheftrainer Karsten Schneider krankheitsbedingt auf Tammy Kreibich verzichten. Im Vergleich zum letzten Spiel ließ HCR-Coach Schneider Pavlina Novotna (1 Tor) starten. Außerdem bearbeitete Wolff die linke Außenbahn und hinterließ in Abwehr und Angriff einen guten Eindruck. Beide Mannschaften begannen besonders in der Deckung hoch konzentriert. Das erste Tor verbuchten die Gäste für sich. Nach einer Abwehr im Raum verwandelte Rabea Pollakowski (4/3 Tore) den fälligen Strafwurf zur Führung. Die Bienen nahmen Ramona Ruthenbeck (5/3 Tore), die torgefährlichste Spielerin des TVB, sofort in Pressdeckung. Das brachte die Gastgeberinnen ordentlich durcheinander. Nach dem Ausgleich ging der HCR durch einen Stemmwurf von Lisa Loehnig (2 Tore) wieder in Front. Dann verwertete Wolff einen Abpraller zum 1:3. Kurz darauf erhöhte sie von der Außenposition in die lange Ecke auf 1:4. Nach diesem starken Beginn sah sich Wuppertal-Trainer Dominik Schlechter gezwungen, sein erstes Time-Out zu ziehen. Die Gastgeberinnen fingen sich und bejubelten in der 14. Minute den 4:5 – Anschlusstreffer. Der HCR stand vor allem in der Defensive sicher und kam so zu Ballgewinnen. Jasmin Eckart (4 Tore) erzielte aus zentraler Position das 4:6. Anschließend ließ Frankova ihre Gegenspielerin stehen und erhöhte auf 4:7. Mit ihrem 5:9 nach 19 Minuten brachte sie die Bienen erstmals mit vier Toren in Front. Bis zum 7:11 in der 25. Minute hielten die Gäste diesen Vorsprung. Dann häuften sich im Angriff die Fehler. Der TVB fand durch einfache Tore zurück ins Spiel und bejubelte kurz vor dem Pausenpfiff sogar noch den 11:11-Ausgleichstreffer. Die zweite Hälfte begann ausgeglichen. Der HC Rödertal setzte weiter auf eine Pressdeckung für Ruthenbeck und hielt die Konzentration in der Defensive weiter hoch. In der 33. Minute gingen die Gastgeberinnen erstmals durch Anna Lena Bergmann (5 Tore) in Führung. Saskia Nühse (2 Tore) glich im direkten Gegenzug wieder aus. Auch das Tor zum 13:13 (38. Minute) ging auf ihr Konto. Nun mussten die Bienen für ihren großen Einsatz den Tribut zahlen. Im Angriff häuften sich die Ungenauigkeiten und auch in der Abwehr wurden die Lücken größer. Der TVB baute die Führung mit einem 4:0-Lauf auf 17:13 und kurze Zeit später sogar auf 19:14 aus. Der HCR kämpfte um jeden Ball. Nach einem Foul an Eckart netzte Pollakowski vom Siebenmeter-Strich zum 19:15 ein. Im anschließenden Angriff war sie nach einem Ballgewinn allen Gegenspielerinnen enteilt und erzielte das 19:16. Beim 19:17 ließ Novotna mit einer Finte die Abwehrreihe des TVB stehen und netzte sicher ein. Auf der Gegenseite konnte S. Nühse ihre Gegnerin nur mit einem Foul stoppen und sah dafür ihre dritte Zeitstrafe, was die Disqualifikation bedeutete (47. Minute). Bei angezeigtem Zeitspiel und nur noch einem übrigen Pass erzielte Loehnig mit einem schönen Freiwurf das 20:18. Dann schlug erneut Wolff von links außen zu (21:19 nach 49 Minuten). Die Bienen hatten in dieser Phase mehrere Chancen auf den Anschlusstreffer. Stattdessen zogen die Gastgeberinnen auf 25:19 davon und sorgten so für die Entscheidung. Der HCR war mit seinen Kräften am Ende und setzte kaum noch Akzente. Per Strafwurf erzielte Pollakowski das 25:20. Die Bienen öffneten kurz vor dem Ende ihre Deckung, um zu schnellen Ballgewinnen zu kommen. Dadurch vollendete Frankova einen Tempo-Gegenstoß zum 25:21. Kurz darauf gelang Eckart noch das 26:22. Der Treffer zum 27:22 – Endstand gehörte kurz vor dem Ende noch einmal dem TVB. Im Vergleich zur Vorwoche steigerte sich der HCR besonders in der Defensive. Im Angriff leisteten sich die Bienen aber noch immer zu viele einfache Ballverluste. Aufgrund der aufreibenden Abwehrarbeit ließen die Kräfte gegen Ende der Partie deutlich nach. Besonders auf die starke Anfangsphase lässt sich jedoch aufbauen. Nun steht der Mannschaft rund um Cheftrainer Schneider ein spielfreies Wochenende bevor. Genug Zeit also, um am schwächelnden Offensivspiel weiter zu arbeiten. HCR-Trainer Karsten Schneider: „Besonders in der Deckung kann ich meiner Mannschaft heute keinen Vorwurf machen. Dort haben sie eins zu eins das umgesetzt, was wir unter der Woche besprochen haben und gekämpft. Im Angriff reichen aber 25 gute Minuten nicht aus, um etwas Zählbares mitzunehmen. Zum Ende gehen uns durch die aufreibende Defensiv-Arbeit dann die Körner aus.“ HCR: Ann Rammer, Ronja Nühse, Isabel Wolff (5), Rabea Pollakowski (4/3), Anna Frankova (4/1), Jasmin Eckart (4), Saskia Nühse (2), Lisa Loehnig (2), Pavlina Novotná (1), Emilia Ronge, Ann-Catrin Höbbel, Lara Tauchmann, Paula Förster, Victoria Hasselbusch


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