Katrin Demczenko

Historischer Gehweg freigegeben

Hoyerswerda. Fußgänger können den denkmalgeschützten Weg in der Bahnhofsallee jetzt wieder nutzen. Er wurde in den zurückliegenden Monaten für rund 149.000 Euro saniert.

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Mitarbeiter der Firma Pasora halten das grün-weiße Band. Der Fachbereichsleiter Bau Dietmar Wolf, Sandra Pasora und der Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh schneiden es durch.

Mitarbeiter der Firma Pasora halten das grün-weiße Band. Der Fachbereichsleiter Bau Dietmar Wolf, Sandra Pasora und der Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh schneiden es durch.

Foto: Katrin Demczenko

Seit 1905 nutzen Menschen den Gehweg entlang der Bahnhofsallee, der durch die historischen Ornamente aus grauem und schwarzem Mosaikpflaster in ganz Hoyerswerda einmalig ist. Nun war er in die Jahre gekommen. Um ihn mit seinem besonderen Aussehen für die Zukunft zu erhalten, musste er erneuert werden, sagte der Hoyerswerdaer Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh während der offiziellen Verkehrsfreigabe.

 

Sanierung schützt auch Bäume entlang des Weges

Die Planung durch das Ingenieurbüro Alte aus Maukendorf begann im September 2021. Ein Jahr später startete die Firma Pasora Tief-, Straßen- & Landschaftsbau GmbH bei miesem Wetter unter einem Zelt mit ihren Arbeiten. »200 Meter Weg wurden aufgenommen und wieder verlegt und sie haben keinen neuen Stein dazugeschummelt«, erzählte Torsten Ruban-Zeh über dieses städtische Bauvorhaben. Es wird durch das Bund-Länder-Programm »Aktive Stadt- und Ortsteilzentren« gefördert. Die Gesamtbaukosten betragen rund 149.000 Euro.

Der Gehweg steht zusammen mit dem Altbaumbestand am Straßenrand unter Denkmalschutz. Um die vorhandenen Bäume noch möglichst lange zu erhalten, ist die Höhenlage des Weges verändert worden. So entsteht ein größerer Abstand zu den Baumwurzeln, um diese zu schützen, erklärte der Oberbürgermeister. Im ersten Winter wird hier nicht mit der Maschine Schnee geschoben, sondern das übernehmen die Lausitzer Behindertenwerkstätten mit Schneeschiebern. »Falls Schnee fällt«, kam daraufhin der Einwurf aus dem zahlreichen Publikum.

 

OB mahnt sicheren Zugang zu den Bahnsteigen an

Torsten Ruban-Zeh hofft, dass »der Gehweg einen Aufbruch für den Bahnhof darstellt.« Es müssen endlich Gespräche mit der Deutschen Bahn stattfinden über die Schaffung eines sicheren Zugangs zu den Bahnsteigen für junge Familien und behinderte Menschen. Eine vernünftige Nutzung des Bahnhofsgebäudes muss mit seinem Besitzer besprochen werden.


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