Zusätzliche Impfaktionen in Cottbus

Cottbus. In Cottbus starten heute zusätzliche Impfaktionen. Mit einem Drive-In-Angebot stehen die Mitarbeiter der Johanniter-Unfallhilfe an ihrem Standort in der Schopenhauer Straße in Sachsendorf Impfwilligen zur Verfügung. Geimpft werden soll je nach Verfügbarkeit von Impfstoff bis einschließlich Freitag, 3. Dezember. Geöffnet ist von 8 bis 16 Uhr. Ein weiteres Angebot gibt es im Foyer der Stadthalle. Dort impft ein Team des Deutschen Roten Kreuzes. Geöffnet ist von Dienstag bis Freitag von 12 bis 20 Uhr. Es ist je nach Impfbereitschaft an beiden Standorten mit zum Teil erheblichen Wartezeiten und auch mit einem zwischenzeitlichen Impfstopp zu rechnen. Geimpft wird ohne vorherige Terminanmeldung. An beiden Standorten steht der Impfstoff Moderna zur Verfügung. Empfohlen wird der Impfstoff Moderna für Menschen in einem Alter von über 30 Jahren. Nicht empfohlen ist er nach aktuellem Stand der Wissenschaft für Schwangere. Diese beiden Gruppen sollten demnach darauf verzichten, sich anzustellen und mögliche Warteschlangen noch zu verlängern. In jedem Fall empfiehlt sich vor der Impfung eine Beratung durch einen Arzt. Für eine Impfung sind zwingend der Impfausweis und die Krankenversicherungskarte erforderlich. Des Weiteren wird nach jetzigem Stand am 07. Dezember die überregionale Impfstelle in der Messehalle in Betrieb gehen. Geplant sind derzeit insgesamt vier Impfstrecken. Für diese Impfstelle ist ein Terminmanagement vorbereitet worden, das fortlaufend ergänzt wird. So gibt es heute eine Hotline, die ab 10.00 Uhr freigeschaltet wird. Unter den Rufnummern 0355 7542-344 oder -345 können Termine für das Impfen in der überregionalen Impfstelle in der Messehalle vereinbart werden. Die Hotline ist täglich außer sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr besetzt. Wichtige Hinweise: Die Hotline ist mit Personal des DRK besetzt. Dieses ist nicht verantwortlich für politische Entscheidungen in Bund oder Land. Es wird um Geduld gebeten, da mit einem hohen Anruf-Aufkommen gerechnet wird. Auch beim Impfen in der Messehalle gilt zunächst, dass der Impfstoff von Moderna verabreicht wird. Ein Online-Terminbuchungsportal soll ab Anfang kommender Woche zur Verfügung stehen.In Cottbus starten heute zusätzliche Impfaktionen. Mit einem Drive-In-Angebot stehen die Mitarbeiter der Johanniter-Unfallhilfe an ihrem Standort in der Schopenhauer Straße in Sachsendorf Impfwilligen zur Verfügung. Geimpft werden soll je nach…

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Pulver der Königin – einst gepriesen, heute verpönt

Doberlug-Kirchhain. Zwei Nichtraucher huldigen noch bis Anfang Januar den Raucherutensilien im Weißgerber-Museum in Doberlug-Kirchhain. Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok und der Doberluger Sammler Frank Mende haben mit der Sonderausstellung »Der blaue Dunst – Entstehen und Vergehen des Tabakrauchs« ein sozialgeschichtliches Phänomen der Menschheit in die Museumsräume gebracht. Natürlich musste die Ausstellung wegen der Corona-Auflagen ohne offizielle Eröffnung vor einigen Wochen starten. Bis zum Ausstellungsschluss erhofft sich der Museumschef entsprechend der jeweiligen Zugangsregelung interessierte Besucher. Verliebt in Rauchverzehrer Seit geraumer Zeit treibt den Nichtraucher Andreas Hanslok die Idee für diese Ausstellung um. Mit dem Doberluger Sammler Frank Mende, ebenfalls passionierter Nichtraucher, hat er einen engagierten Partner bei der Gestaltung dieser Schau gefunden. Frank Mende ist glücklich, dass er durch die Ausstellung seine Sammlungsbestände, die bei ihm zu Hause zumeist in Schränken, Kisten und Schachteln aufbewahrt sind, für Besucher präsentieren konnte. »Ich habe meine Sammlungsgegenstände hier neu kennengelernt.« Das betrifft vor allem die vielen so genannten Rauchverzehrer in den unterschiedlichsten Dekors und Gestaltungen vom bellenden Hund bis zum Porzellanliebespärchen. »Irgendwann habe ich mich in die Rauchverzehrer verliebt, die über Jahrzehnte in ziemlich jeder bürgerlichen Familie als Schmuckaccessoires die Wohnzimmer schmückten.« Dazu haben sich im Laufe der Jahre viele andere Utensilien zum Rauchen sowie Werbematerial aller Art für das Rauchen zu seiner Sammlung gesellt. „Es war nicht leicht, die richtige Auswahl von besonderen Gegenständen vom Streichholz bis zum Instrumentarium für das Pfeifenrauchern auszuwählen. »Dafür hatte ich Dr. Hanslok an meiner Seite.« Seit 45 Jahren ist Frank Mende von der Sammelleidenschaft infiziert. Für ihn ist das Sammeln Lebensinhalt und lässt ihn seine seit Jahrzehnten vorhandene Lungenkrankheit besser bewältigen. Die habe nichts mit dem Rauchen zu tun, denn er habe nie im Leben geraucht. Allerdings werden in der Ausstellung zahlreiche Besucher an die eigene Leidenschaft des Rauchens erinnert, die bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts sozial akzeptiert war und zum gesellschaftlichen Leben dazu gehörte und durch Werbung der Tabak- und Zigarettenproduzenten zum Style hochgejubelt wurde. »Natürlich wollen wir mit der Ausstellung keine Werbung für das Rauchen machen, zumal es inzwischen weitestgehend aus dem offiziellen öffentlichen Leben verschwunden ist«, betont Andreas Hanslok. Aber als sozialgeschichtliches Phänomen habe es die gesamte Welt über Jahrhundert geprägt. So führen Texte und Bilder in der Ausstellung durch einen Teil der Kulturgeschichte von den Anfängen in indianischen Kulturen Amerikas über die Griechen, Römer und Germanen. Kolumbus wird zugeschrieben, dass er den Tabak mit nach Europa gebracht habe. Den Siegeszug des Tabaks in Europa beförderte mit der französischen Regentin Katharina von Medici (1519 – 1589) eine Frau, die liebend gern Tabak als »Pulver der Königin« schnupfte. Später wird das Zigarrenrauchen zum Symbol für Reichtum aber auch für Revolution. Für den Schriftsteller Erich Kästner war »Kreativität ohne Rauch nicht denkbar«. Die Tabakpfeife sorgte noch besser dafür, den blauen Dunst lange dampfen zu lassen. Das Rauchen, erfahren Ausstellungsbesucher, war bis ins 20. Jahrhundert Domäne der Männer, erst dann verstanden Frauen wie Marlene Dietrich es als Mittel der Emanzipation. Auch Belege für die Zigarrenproduktion in Doberlug-Kirchhain fehlen in der Ausstellung nicht. Natürlich zeigt die Schau auch die Schädlichkeit des Rauchens und wie sich das Bewusstsein in der Gesellschaft zum Thema Rauchen verändert hat.Zwei Nichtraucher huldigen noch bis Anfang Januar den Raucherutensilien im Weißgerber-Museum in Doberlug-Kirchhain. Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok und der Doberluger Sammler Frank Mende haben mit der Sonderausstellung »Der blaue Dunst – Entstehen…

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