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„Wir müssen uns da nicht verbiegen“

Der Deutsche Wandertag im Juni wird eine Herausforderung
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Das Blumenmädchen - da war es noch Doreen Berger - mit dem Wanderrucksack, der von vielen deutschen Tourismusregionen mit typischen Produkten gepackt wird. Und links am Rucksack baumelt die "Lotte", das Maskottchen des Wandertags. Foto: TVSSW

Das Blumenmädchen - da war es noch Doreen Berger - mit dem Wanderrucksack, der von vielen deutschen Tourismusregionen mit typischen Produkten gepackt wird. Und links am Rucksack baumelt die "Lotte", das Maskottchen des Wandertags. Foto: TVSSW

 Die Vorfreude auf den größten Wanderevent ist groß und die Organisatoren sind guter Dinge, was die Vorbereitung angeht. Bei zwei Projektbüros in Pirna und Sebnitz laufen alle Fäden zusammen. Und doch ist es ein ganz schöner „Brocken Arbeit“, der da auf alle Beteiligten zukommt. „Wir suchen nach wie vor Freiwillige, z. B. Wanderführer, die bereit sind den Gästen die Stadt und die Region zu zeigen, denn dieses Großereignis beschränkt sich nicht nur auf Sebnitz, auch wenn wir so was wie die Wanderhauptstadt werden“, warb der Sebnitzer OB Mike Ruckh bei der diesjährigen Tourismusbörse. Die Natur sei vorbereitet auf das Fest, Kooperationsverträge mit  Sachsenforst und dem Nationalpark wurden abgeschlossen. Ein Großputz in der Sächsischen Schweiz wird folgen, denn man will saubere Orte präsentieren. „Wir müssen uns beim Wandertag nicht verbiegen oder verstellen und eine Kunstwelt aufbauen. Wir präsentieren hier unser Kernprodukt – eine wunderschöne Landschaft, die es lohnt zu erkunden und eine lange Wandertradition“, unterstrich Mike Ruckh.   Und doch gilt auch hier: Ohne Moos nix los. Das alles kostet Geld. Geplant wird mit einem Budget von 500.000 Euro. Eine solche Summe ist  aus den Stadtkassen oder vom Wanderverband nicht so einfach aufzubringen. „Deshalb sind wir froh, dass es vom Freistaat 240.000 Euro an Unterstützung gibt“, so Ruckh. Obwohl Sebnitz schon gute Erfahrungen seit dem Tag der Sachsen 2003 aufzuweisen hat – seitdem hat sich vieles verändert. „Seit der Love Parade in Düsseldorf gibt es eine völlig andere Veranstaltungskultur. Eine solche Katastrophe darf es nie wieder geben, deshalb wird auch für den Deutschen Wandertag ein großes Sicherheitskonzept erarbeitet. All das sind Kosten, die wir 2003 gar nicht im Plan hatten“, macht Mike Ruckh deutlich. Und dennoch - der Wandertag soll vor allem für die hiesigen Firmen, in der Tourismusbranche und darüber hinaus, einen Mehrwert generieren und Gäste auch in der Zukunft anlocken. Auch das Maskottchen des Wandertages – Lotte – soll bei der Vermarktung helfen. Mit der Aktion „Wir sind Lotte-Partner“ zeigen Geschäfte und Einrichtungen durch Aufkleber ihre Unterstützung. Wer ein kleines Lotte-Maskottchen kauft, hat dann auch freien Eintritt in Museen und andere Einrichtungen. „Der Wandertag tut der ganzen Region gut“, ist Mike Ruckh überzeugt.