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Talsperre Malter erhält neuen Abflusspegel

Die Landestalsperrenverwaltung hat am 1. August mit dem Bau eines neuen Abflusspegels unterhalb der Talsperre Malter begonnen. Wie die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen informiert, soll die neue Pegelanlage im April 2017 fertiggestellt sein und kostet rund eine Million Euro.
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Foto: fotolia

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Mit Hilfe des Abflusspegels werde die Talsperre überwacht und gesteuert. Die neue Messstelle erfasse automatisch die Wassermengen, die aus der Talsperre abgegeben werden, zeichne die Durchflüsse auf und leite die Daten digital an die Staumeisterei sowie die Talsperrenmeldezentrale weiter. Damit werde sichergestellt, dass die Städte Freital und Dresden bei Hochwasser rechtzeitig vorgewarnt werden. Außerdem könnten durch die lückenlose Datenerfassung Hochwasser künftig besser ausgewertet werden. Die Pegelanlage bestehe aus einer Messstrecke, einem Pegelhaus mit den technischen Messeinrichtungen und einem Steg, der dem Staupersonal den Zugang ermöglicht. Für die Messstrecke werde unmittelbar unterhalb der Staumauer ein mit Pflastersteinen befestigtes Gerinne in der Roten Weißeritz gebaut. Das kleine Pegelhaus werde am linken Flussufer errichtet. Um die Messdaten zu übertragen, müssten außerdem neue Leitungen verlegt werden. Die über 100 Jahre alte Talsperre Malter werde bereits seit 2015 im laufenden Betrieb saniert. So würden derzeit Bauarbeiten an der Mauerkrone und der Brücke über die Hochwasserentlastungsanlage laufen. In den nächsten Jahren werden unter anderem die Absperrklappen im Umlaufstollen gegen Talsperrenschieber ausgetauscht, die Hochwasserentlastungsanlage erweitert und im Anschluss der wasserseitige Schutzmantel der Staumauer erneuert, heißt es. Für die Sanierung seien insgesamt rund 22 Millionen Euro veranschlagt.