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Radeln für den Radweg

Die Fahrradfreunde aus Hohnstein und Umgebung lassen nicht locker: Nach einer Petition für den vergessenen Radweg an der S163 gab es nun eine Rad-Demo.
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Rund 60 Fahrradfahrer nahmen an der Protestfahrt teil. Ziel ist der nachträgliche Bau eines Radweges an der S163. 			           Foto: Daniel Förster

Rund 60 Fahrradfahrer nahmen an der Protestfahrt teil. Ziel ist der nachträgliche Bau eines Radweges an der S163. Foto: Daniel Förster

Etwa 60 Fahrradfahrer machten sich vor wenigen Tagen auf die Strecke, um gegen den fehlenden Radweg entlang der zurückgebauten Staatsstraße zwischen dem Hockstein, Hohburkersdorf und Stürza bzw. Heeselicht zu protestieren. 2017 war der Abschnitt der S 163 umgebaut worden. Obwohl die Fahrbahnbreite der ehemaligen Rennstrecke von zehn Meter auf 7 Meter reduziert wurde, erhielt das drei Kilometer lange Teilstück keinen Radweg – ganz zum Ärger der Radfahrer. Die Bürgerinitiative um Helmar Nestroy und Konrad Weber setzt sich seitdem für einen nachträglichen Bau des  Fahrradweges an der S 163 »Alte Rennstrecke« ein und hatte dazu vor wenigen Tagen eine Petition an den Landtagspräsidenten und die Mitglieder des Petitionsausschusses übergeben.  Insgesamt 1670 Personen hatten in innerhalb von vier Wochen das Anliegen mit ihrer Unterschrift unterstützt. 1313 von ihnen kamen aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Abgesehen von Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade (SPD) ließ sich allerdings keiner der eingeladenen Politiker zur Fahrrad-Demo an der Strecke blicken. Nach Ansicht der Fahrradgemeinde wurden die Festlegungen im Koalitionsvertrag der aktuellen sächsischen Landesregierung von 2014 zur Förderung des Radverkehrs eklatant verletzt. So ist auf Seite 48 des Dokumentes festgelegt, »den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr sachsenweit nennenswert zu erhöhen. Beim Aus- und Neubau von Bundes- und Staatsstraßen soll die gleichzeitige Errichtung von Radverkehrsanlagen zum Regelfall werden.«


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