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Protest gegen Saunadorf

Im Struppener Ortsteil Weißig regt sich Protest gegen ein dort geplantes Saunadorf.
Bilder
Spannband »Landschaft muss erhalten werden! Weißig schützen«. Foto: D. Förster

Spannband »Landschaft muss erhalten werden! Weißig schützen«. Foto: D. Förster

An vielen Stellen des Ortsteils Weißig sind aktuell auf Plakaten und Spannbändern Forderungen der Bürger zu lesen, wie »Natur erhalten! Wertvolle Grünflächen schützen! Landschaft muss erhalten werden! Kein Gewerbe im Wohngebiet (Weil wir hier leben)! Bauland für Familien schützen! Weißig schützen!«. In dem idyllischen 120-Einwohner-Dorf und Ausgangspunkt vieler Wanderungen soll ein Saunadorf entstehen. Die gebürtige Brandeburgerin und Diplom Bankfachwirtin Natascha Klimek ist die Investorin des Bauvorhabens. Sie ist Vermieterin der Ferienwohnung »Elbjuwel« in Kurort Rathen. Hotel für 150 Gäste Geplant ist neben kreisförmig aufgestellten Saunahütten auch ein Hotel mit 70 Betten in 35 Doppelzimmern. Das Ganze soll am Ortseingang von Weißig an einem Biotop mit Teich und Grünfläche entstehen. In dem Saunadorf sollen täglich bis zu 150 Gäste begrüßt werden. Dafür möchte die Investorin auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Rathener Straße in Richtung Bärensteine einen Parkplatz mit 100 bis 150 Stellflächen errichten. Viele Einwohner des Ortes protestieren entschieden gegen das Projekt und haben Unterschriften gesammelt. Daraus geht hervor, dass rund 80 Prozent der Bürger ihre Stimme gegen den Bau erheben. Sie wollen Weißig als Wohngebiet, besonders für Familien, erhalten und eine Zerstörung der Landschaft verhindern. Weiterhin kritisieren die Weißiger auch die Abänderung des Bebauungsplans des Ortes, in dem ein Sondergebiet für den Neubau ausgewiesen sein soll. Sie wollen, dass die slawische Ringsiedlung in Hufeisenform und der dörfliche Charakter von Weißig erhalten bleibt. Auch die geplante Zufahrtsstraße ist ihnen ein Dorn im Auge. Die Einwohner haben neben der Unterschriftenaktion auch eine Bedenkenanzeige und eine Forderung aufgestellt. Das Thema steht am 17. März auf der Tagesordnung der öffentlichen Gemeinderatssitzung in Struppen. Daniel Förster