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Pirna: Mieten leicht angestiegen

Pirna. Am 12. Juli hat der Pirnaer Stadtrat einen neuen Mietspiegel beschlossen. Die Mieten müssen sich in dem darin gesetzten Rahmen bewegen.

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Mietobjekt der Wohnungsgenossenschaft Sächsische Schweiz e. G. Pirna in Pirna-Copitz. Die Nettokaltmieten haben sich in den letzten Jahren nur sehr leicht erhöht.

Mietobjekt der Wohnungsgenossenschaft Sächsische Schweiz e. G. Pirna in Pirna-Copitz. Die Nettokaltmieten haben sich in den letzten Jahren nur sehr leicht erhöht.

Foto: R. Rink

Ab 1. August gilt in Pirna der neue Mietspiegel 2022. Der Stadtrat hat diesen in seiner Sitzung am 12. Juli Mietspiegel beschlossen. Er ersetzt damit den aktuellen Mietspiegel, welcher 2018 veröffentlicht worden ist. Pirnas erster Mietspiegel erschien im Jahr 1998.

 

Erarbeitet wurde dieser durch die Fachgruppe Stadtentwicklung in Abstimmung mit der AG Mietspiegel. Diese bestand aus Mitgliedern der städtischen Wohnungsgesellschaft Pirna, den vor Ort ansässigen Wohnungsgenossenschaften, dem Mieterverein Dresden und Umgebung e.V., dem Regionalverband Haus & Grund Dresden e.V. sowie privaten Verwaltern und Großvermietern. In die Datenerfassung wurden zudem weitere ca. 80 Verwalter einbezogen. Der Mitspiegel basiert auf rund 7.000 Datensätzen über Vermietungsfälle von geänderten oder neu vereinbarte Mieten im Zeitraum 2016 bis 2021.

 

Mieten dürfen Grenzen  nicht überschreiten

 

Ein Mietspiegel bietet eine Übersicht der in Pirna üblicherweise gezahlten Mieten für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage. Er bestimmt die untere und obere Grenze der Mietpreisspannen der tatsächlich in Pirna ortsüblichen Mieten. Ein Überschreiten der Spannenobergrenzen ist nur gerechtfertigt, wenn die Wohnung unter Berücksichtigung aller Wohnbedingungen weitere besondere Ausstattungsmerkmale aufweist. Somit liefert der Mietspiegel Rechtssicherheit und Transparenz bei der Feststellung der ortsüblichen Vergleichsmiete für Mieter wie Vermieter. Diese kann das Werk aber nur in einer aktuellen Form schaffen, der die Anpassung der Miethöhen an die Marktentwicklung berücksichtigt.

 

Laut des neuen Mietspiegels beträgt die Preisspanne der Nettokaltmiete je nach Wohnungsgröße und Baualter zwischen 4,22 und 10,14 Euro pro Quadratmeter. Die konkrete Wohnungsmiete setzt sich aber aus der zusätzlichen individuellen Bewertung von Wohnung und Wohnumfeld anhand zahlreicher weiterer Merkmale, wie Ausstattung und Beschaffenheit der Wohnung zusammen. Dazu gehört neuerdings auch die Bewertung des Endenergieverbrauchs eines Gebäudes. Die durchschnittliche Nettokaltmiete hat sich im Vergleich zum Mietspiegel von 2018 von 5,35 auf 5,45 Euro pro Quadratmeter erhöht. Im unteren Preissegment sind die Mieten dabei durchschnittlich konstant, im oberen Segment legen sie durchschnittlich zu. »Der Mietspiegel zeigt am oberen Ende, dass Pirna eine attraktive Stadt ist – nicht nur zum Wohnen und zum Leben, sondern auch zum Investieren. Der geringe Anstieg der Durchschnittsmiete um nur 1,9 Prozent, macht gleichzeitig deutlich, dass sich die Mieten für den weit überwiegenden Anteil der Wohnungen in Pirna weiterhin sehr moderat entwickeln«, sagt Bürgermeister Markus Dreßler. Der moderate Anstieg begründet sich auch im verlängerten Erfassungszeitraum von jetzt sechs statt zuvor vier Jahren.

 

Günstig im bundesweiten Vergleich

 

Bundesweit betrachtet ist das Pirnaer Mietpreisniveau nach wie vor vergleichsweise günstig. In Dresden weist der seit 2021 geltende Mietspiegel eine durchschnittliche Nettokaltmiete von 6,67 Euro pro Quadratmeter aus. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung beziffert die Wiedervermietungsmiete (Angebotsmiete) für 2021 bundesweit auf durchschnittlich 9,29 Euro pro Quadratmeter. Der durchschnittliche Anstieg der Nettokaltmieten lag zwischen 2018 und 2021 aber bei nur 1,4 Prozent.