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Lok verspielt Vorsprung

Am Ende: SG Pirna Heidenau – HC Einheit Plauen 22:22
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„Toto“ Schneider erzielte in dieser Partie seinen 100. Treffer

„Toto“ Schneider erzielte in dieser Partie seinen 100. Treffer

 Die Handballer der SG Pirna Heidenau müssen weiter auf ihren ersten Rückrundenerfolg warten. Nach einer desolat geführten Schlussphase, gab das Team von Trainer Dusan Milicevic den eigentlich schon sicheren Sieg noch aus den Händen. Zwei Sekunden vor Spielende kamen die Gäste noch zum 22:22 Ausgleichstreffer. Die Antwort auf die obligatorische Frage nach so einem Ergebnis, kam bei beiden Trainern wie aus der Pistole geschossen. „Bei unserer Personalsituation und einem 21:16 für Pirna acht Minuten vor dem Abpfiff ist das eindeutig ein Punktgewinn für uns“, feierte Einheit-Trainer Rüdiger Bones mit seinen Spielern minutenlang auf der Platte „Was soll ich da noch groß sagen“, entgegnete Dusan Milicevic. „Wir sind mit den Vorsprung viel zu schludrig umgegangen und haben in den Schlussminuten zu viel verballert.“ Bei beiden Mannschaften wechselten vor 300 Zuschauern auf dem Sonnenstein zu oft Licht und Schatten. Einheit Trainer Rüdiger Bones war mit dem Rückrundenauftakt seines Teams alles andere als zufrieden. Gegen die HG Köthen kam sein Team in der heimischen „Einheit Arena“ mit 19:27 unter die Räder. Einzig Neuzugang Viktor Beketov konnte mit sieben Treffern die Anforderungen von Bones erfüllen. „Uns gelingt es nicht, die im Training gezeigten Leistungen auf der Platte umzusetzen. Außerdem war die Chancenverwertung unterirdisch.“ Deshalb hoffte Rüdiger Bones in Pirna auf einen Umschwung. „Auswärts läuft es bei uns eh besser. Drei, der bisher fünf Saisonsiege haben wir auf fremden Parkett geholt.“ Beim Gastgeber kam der langzeitverletzte Srdjan Gavrilovic erst in der Schlussphase. Außerdem wurde bei den sächsischen Eisenbahnern Krzystof Kusal schmerzlich vermisst. Der Pole hatte in der Partie gegen Köthen nach der roten Karte noch den blauen Karton gesehen. Der zieht eine automatische Sperre bis zu vier Spieltagen nach sich. „Das bei Krzystof das volle Strafmaß ausgeschöpft wurde, hat schon irgendwie ein 'Geschmäckle“, machte Uwe Heller seinem Unmut Luft. „Leider gibt es bei uns keinen Videobeweis und so liegt die Beurteilung immer im Ermessen der Unparteiischen. Die sind in ihrer Einschätzung auch nicht fehlerlos.“ Im ersten Durchgang konnte sich die Lok erstmals beim 10:8 durch „Toto“ Schneider etwas absetzen. Mit diesem Treffer machte der Pirnaer Mannschaftskapitän die „Hundert“ voll. Eigentlich hebt Dusan Milicevic keinen Spieler aus seinem Kader gern hervor. Bei Torsten Schneider macht der Lok Trainer aber einen Ausnahme. „Solche Typen braucht der Handball, egal in welcher Liga.“ Einziger Wermutstropfen für den „Hunderter“. Der 27-jährige wollte in der vom Gastgeber viel zu hektisch geführten Schlussphase Verantwortung übernehmen, scheiterte aber mehrmals am hervorragenden Einheit-Schlussmann Jan Misra. Zur Pause führte die Lok mit 11:9. Diesen Vorsprung bauten die Eisenbahner bis zur 52. Minute auf 21:16 aus. Dem Durchatmen auf den Rängen, für die meisten Lok Fans waren die zwei Zähler in Sack und Tüten, folgte ein kollektiver Ruck auf der Plauener Bank. „Sicher war Pirna etwas abgezockter. Wir hatten dafür ein leichtes Plus auf der Torhüterposition.“ Rüdiger Bones ging volles Risiko, nahm bei eigenen Angriff den siebenten Feldspieler in Anspruch. Das 22:20 (57.min.) durch einen verwandelten Strafwurf von Srdjan Gavrilovic konterte Einheit durch einen ebenfalls verwandelten Strafwurf durch Moritz Bahn. Weil die Gastgeber ihren Angriff wieder nur halbherzig abschlossen, kamen die Spitzenstädter mit der Schlusssirene durch einen Seithandwurf von Matyas Mandaus noch zum 22:22 Ausgleich. Die Plauener Woche endet für die SG Pirna Heidenau (9./14:16 Zähler) nächsten Samstag in Oberlosa. Der Tabellenvierte (17:13 Zähler) bezwang den HC Burgenland mit 27:26. (ar)