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In Heidenau wird’s gruselig

Zur Walpurgisnacht am 30. April tanzen die Hexen
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Ohne Besen geht gar nix bei den Hexen. Foto: D. Förster

Ohne Besen geht gar nix bei den Hexen. Foto: D. Förster

Schaurig schön und mit getunten Besen - in Heidenau sind am 30. April die Hexen los und bewegen sich zu mittelalterlicher Musik ringsum die lodernden Flammen. Rund um das Walpurgisfeuer tanzen sie auf der Elbwiese  in den Mai. „Die Hexen tanzen im Mittelalter“ lautet das Motto der zwei eigens kreierten Tanzshows, die 20 Uhr und 21 Uhr beginnen und eine knappe Viertelstunde dauern. Dabei wollen zwölf stilecht gekleidete und geschminkte Akteure vom Heidenauer Hexenclub das Publikum  begeistern. „Beim Spiel um das Feuer haben wirden Fokus auf einen ausdrucksstarken, gemeinschaftlichen Tanz gelegt, so wie es im Mittelalter üblich war“, sagt Annette Denzer-Ruffani, Geschäftsführerin des veranstaltenden Heimat- und Kulturvereins (HKV). Besucher dürfen sich  überraschen lassen. Die Walpurgisnacht startet bereits 18 Uhr. Eine Stunde später, also 19 Uhr, zünden Feuerwehrleute das große Feuer an. Der HKV Heidenau, der die mystische Nacht der Hexen bereits zum sechsten Mal in Folge mit Unterstützung der Feuerwehr und der städtischen Wohnungsgesellschaft WVH organisiert, würde sich freuen, wenn auch viele Besucher, vor allem die Jüngeren, verkleidet und geschminkt zum Fest an der Elbe erscheinen. „Was zählt, ist der Spaß an der Veranstaltung und jeder im Kostüm kann dabei das Ganze nur bereichern“, so Annette Denzer-Ruffani. „Schließlich wollen wir mit allen eine große Hexenparty feiern.“ Bis Mitternacht gibt es dazu Musik zum Tanz in den Mai vom Accosa DISCO Team Pirna um Steffen Klinke, Lehrer an der Schule zur Lernförderung " Ernst Heinrich Stötzer " Heidenau. Die Gäste werden vom Heidenauer Sportverein (HSV) bewirtet. Der Eintritt ist frei. Für die Show betreiben die Laiendarsteller jedes Mal einen enormen Aufwand. Seit Dezember haben Hexen und Hexer, die zumeist aus Heidenau aber auch aus Dohna und Dresden kommen, für den  Abend geprobt. Zunächst galt es eine durchchoreografierte Schau zu erarbeiten und zu inszenieren und schließlich mit einem Feinschliff zur Perfektion zu bringen. Lange im Vorfeld hat sich jeder um das passende Kostüm gekümmert. Nochmal richtig spannend wird es am Veranstaltungstag.  Bevor die Hexen über die Wiese fegen, müssen sie nämlich in die Maske und das lässt sich nicht in fünf Minuten erledigen. „Damit alle pünktlich zum Auftritt gestylt sind, legen diesmal sogar zwei Visagistinnen Hand an und verwandeln ‚zivile‘ Frauen und Mädchen in Hexen“, berichtet Denzer-Ruffani. Es müssen Nasen und Warzen auf die Gesichter geklebt werden, bevor die Schminke auf die Haut kommt. Schließlich sollen die Tänzer richtig gruselig aussehen.  Der Hexenclub ist jederzeit offen für neue Darsteller und Mitstreiter und sucht für die nächsten Shows bei Festen wie dem Stadtfest oder auch für kommendes Jahr Nachwuchs. (df/caw)


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