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Handeln, bevor es eine Ruine wird

„Seniorengerechtes Wohnen hat am Standort weiter Zukunft!“
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Das Areal des alten Krankenhauses in Pirna ist in einem jämmerlichen Zustand.                                             Foto: Wo

Das Areal des alten Krankenhauses in Pirna ist in einem jämmerlichen Zustand. Foto: Wo

Beim seit Jahren leerstehenden Alten Krankenhaus an der Schandauer Straße setzt die Stadt weiterhin auf den Rückkauf des Grundstückes.Die große Euphorie, die mit der Goldenherz GmbH als neuer Investor um sich griff, ist schon lange verflogen. Das Objekt steht seit 2007 leer, verkommt fast zur Ruine und fordert schnelles Handeln. „Nachdem der Eigentümer  offiziell Abstand vom eigenen Investitionsvorhaben genommen hat, wurde von seiner Seite nun auch die Verkaufsbereitschaft des Areals signalisiert“, teilt Stadtsprecher Thomas Gockel mit. Das Gebäude befindet sich mittlerweile  auch im Inneren in einem bauordnungsrechtlich und sicherheitstechnisch bedenklichen Zustand. Bevor der städtebauliche Verfall  weiter voranschreitet, möchte die Stadt mit der  Stadtentwicklungsgesellschaft eine sinnvolle städtebauliche Entwicklung anschieben.  Ein entsprechendes soziales Gesamtkonzept, bestehend aus betreutem und altengerechtem Wohnen ist in der Abstimmungsphase. Auch die Erweiterung des benachbarten Schiller-Gymnasiums auf einem Teil des Grundstückes ist in der Diskussion. OB Klaus-Peter Hanke tritt damit auch kursierenden Gerüchten einer zentralen Asylunterkunft entgegen: „Wir wollen an dieser Stelle unsere Stadt  städtebaulich weiterentwickeln. Planungen zu einer Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates sind uns bis zum heutigen Tag nicht mitgeteilt worden. Auch der Landkreis plant keine zentrale Unterkunft.“  Solcherlei Überlegungen würden an dem Standort auch den kommunalpolitischen Zielstellungen entgegenstehen und die soziale Entwicklung des Areals deutlich ausbremsen. „Wir halten nach wie vor an der dezentralen Unterbringung fest. Diese ist aus meiner Sicht die einzig mögliche Variante, die für Asylbewerber und Nachbarn gleichermaßen verträglich ist“, so der OB.                    (caw)