Andreas Reiche

Handball: LOK gewinnt hauchdünn

Die Handballer der SG Pirna Heidenau haben am Samstagabend nach einer verrückten Aufholjagd ihren vierten Saisonsieg gefeiert. Die Schützlinge von Dusan Milicevic setzten sich am Ende hauchdünn mit 28:27 gegen Aufsteiger HBV 90 Jena durch.
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Freude über den hauchdünnen Sieg.  Foto: Hatzi

Freude über den hauchdünnen Sieg. Foto: Hatzi

 „Ich muss mich erst einmal sammeln“, gestand Geschäftsführer Uwe Heller, der wie viele der 225 Zuschauer nach dem 15:20 (41.min) schon einen Haken hinter die Partie gemacht hatte. „Ein Häkchen, weil im Handball fünf Tore so schnell aufgeholt sind und weil ich an die Moral geglaubt habe, die in der Mannschaft steckt", fügte er hinzu. Bis zum 9:9 (20.min) war es eine Partie auf Augenhöhe. „In den zehn Minuten vor der Pause haben wir uns durch zu viele technische Fehler die vier Tore Rückstand eingehandelt, denen wir die ganze zweite Hälfte hinterher gerannt sind“, analysierte Dusan Milicevic den 11:15 Pausenrückstand. „Ich muss meine Jungs ein Riesenkompliment machen. Die haben eine unglaubliche Schlussviertelstunde auf das Parkett gelegt.“ Dusan Milicevic fühlte sich nach dem Abpfiff fast erdrückt von den vielen Umarmungen. „Heute hat uns Fortuna zugelächelt. In Freiberg hatte das leider nicht geklappt, sagte er. Ein wenig abergläubisch ist der Serbe schon und verwies auf seinen sprießenden Oberlippenbart. „Der bringt Glück. Und ich will mich eigentlich bis Weihnachten nicht mehr rasieren.“ Die Verantwortung für eine Woche ungebremsten Bartwuchs bei Dusan Milicevic übernahmen der ebenfalls überragende „Toto“ Schneider mit seinem Treffer zum 23:23 (53.min). Als Miran Valincevic die Lok beim 24:23 (54.min) erstmal in Führung warf, stand die Halle Kopf.  Zwanzig Sekunden vor dem Abpfiff – beim Stand von 27:27 – ergab sich für die Lok sogar noch die Möglichkeit auf den Siegtreffer. Torsten Schneider, der in Freiberg sich noch den Trost seiner Mitspieler abholte, wurde nach dem entscheidenden 28:27 fast erdrückt. Die sächsischen Eisenbahner haben sich erst einmal im Mittelfeld (7. Tabellenplatz) etabliert und schielen kommenden Samstag beim Aufsteiger Oebsifelde auf die ersten Auswärtszähler. Das nächste Heimspiel steigt am 17. November gegen den HC Burgenland.