sst

Gute Geschäfte ganz ohne Geld abschließen

Marktplätze sind gut für das lokale Zusammenleben. Sie sind Treffpunkte des Handelns, der Zusammenkunft und ermöglichen Austausch und Kommunikation, die für das geschäftliche Klima wichtig sind.
Bilder

Spätestens seit Canaletto sein berühmtes Bild vom „Marktplatz zu Pirna“ schuf, ist uns dieses geschäftige Treiben gut bekannt. Die „Marktplätze der guten Geschäfte“, wo Vereinbarungen zwischen Vereinen, gemeinnützigen Initiativen und Firmen geschlossen werden, gibt es in Deutschland seit 1996. Pirna gehört als dritter sächsischer Standort dazu. Am Donnerstag, 20. Oktober, findet ab 18 Uhr in Pirna der 3. „Marktplatz“ im Berufsschulzentrum in Copitz statt. 

„Die Idee ist, dass sich Unternehmen und Gemeinnützige auf Augenhöhe begegnen, in kürzester Zeit miteinander in Kontakt kommen und Vereinbarungen abschließen, ohne dass dabei Geld fließt. Und bei den bisherigen zwei Veranstaltungen in Pirna und Freital hat das ausgezeichnet geklappt“, bestätigt Franziska Kuhne von der Aktion Zivilcourage, die das Projekt betreut.
Über 40 Teilnehmer – Firmen und Vereine – waren beim letzten Marktplatz dabei. Am Ende wurden 31 Verinbarungen abgeschlossen. So stellte die Copyfax GmbH zum Beispiel den Engagierten vom Verein „Kinder in ihrer Freizeit“ ein Druckguthaben für ihre Vereinsmaterialien zur Verfügung und bekam im Gegenzug ein Kulturprogramm mit Bewirtung. Oder die Firma Biermann Haustechnik stellt 30 Taschenlampen bereit und erhält dafür ein Teamtraining vom Jugendring.
„Wir haben alle bisherigen Teilnehmer, Firmen wie Vereine wieder angeschrieben und hoffen, dass viele wieder mitmachen. Und wir freuen uns, wenn sich neue Teilnehmer melden“, so Franziska Kuhne.
Mit dabei ist auf jeden Fall auch der ATZE e.V. vom Pirnaer Sonnenstein. „Wir waren schon beim ersten Marktplatz dabei und machen jetzt wieder mit. Zu bieten haben wir z, B. einen Veranstaltungsraum, wobei wir auch bei der Vorbereitung  von Veranstaltungen helfen. Auch Kreativangebote und Kinderprogramme bieten wir“, so Kerstin Hübener von ATZE. Im Gegenzug sucht der Verein etwa Arbeits- und Ausbildungsplätze, Autoren für Buchlesungen, KünstlerInnen für Ausstellungen oder Artikel für die Tombola. 90 Minuten haben die Teilnehmer am 20. Oktober Zeit, um eine Vereinbarung unter Dach und Fach zu bringen. Makler werden das alles beurkunden. „Ideal ist es, wenn daraus längerfristige Kooperationen entstehen“, wünscht sich Franziska Kuhne. Einzige Regel: Über Geld wird nicht gesprochen. Beim abschließenden Imbiss wird auf die Kooperationen angestoßen. • Anmelden bis 6. Oktober:f.kuhne@aktion-zivilcourage.de; Telefon: 03501/460882. (caw)


Meistgelesen