Carola Pönisch

Falsche Diplomaten mit viel Heroin geschnappt

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Dresdner Zollbeamten gelang am 3. Mai ein großer Schlag gegen Heroinschmuggler. Im Rahmen einer zunächst verdachtsunabhängigen stoppten die Zollbeamten des Hauptzollamtes Dresden in den frühen Morgenstunden jenes Tages einen auf der A17 Höhe Bad Gottleuba fahrenden PKW mit Diplomatenkennzeichen, der aus Richtung Tschechien kam. Die Insassen, zwei mongolische Staatsangehörige, wiesen sich als Diplomaten aus, verweigerten die Überprüfung des Fahrzeuges und beriefen sich dabei auf ihren diplomatischen Status. Die Zollbeamten kontaktierten daraufhin das Auswärtige Amt in Berlin. Wie sich herausstellte, lag weder für die beiden Männer noch für das Fahrzeug eine Akkreditierung in Deutschland vor, sodass keine Immunität gegeben war. Bei der anschließenden Kontrolle des PKW fanden die Beamten im Kofferraum des Fahrzeugs zwei Koffer mit insgesamt 140 Paketen zu je 500 Gramm Heroin. Der Straßenverkaufswert des Rauschgiftes beläuft sich auf mindestens 3 Millionen Euro. Die beiden Fahrzeuginsassen wurden daraufhin vorläufig festgenommen, die Betäubungsmittel und das Fahrzeug wurden sichergestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden erließ das Amtsgericht Dresden am Folgetag Haftbefehl gegen die beiden Männer und setzte diesen in Vollzug. Die Beschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft. "Die Ermittlungen waren bisher sehr umfangreich und dauern noch eine Weile an", begründet Frank Schröter, Sprecher des Zollfahndungsamtes, die Bekanntgabe der Meldung vier Wochen nach dem Ereignis.


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