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"Euch schöne Augen nie mehr zu sehen"

Barocke Kammermusik im Schloss Reinhardtsgrimma
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Das Ensemble concerto con voce Foto: Agentur

Das Ensemble concerto con voce Foto: Agentur

Die Stadt Glashütte lädt am Sonnabend, dem 16. Januar 2016 um 19 Uhr im Festsaal des Barockschlosses Reinhardtsgrimma zum ersten Schlosskonzert im neuen Jahr ein. Musikalisch eröffnet wird die Saison 2016 mit barocker Kammermusik in historischer Aufführungspraxis. Unter dem Motto "Euch schöne Augen nie mehr zu sehen - Die Affaire Königsmark" erklingen Werke von Agostinio Steffani, Antonio Vivaldi und Carl Heinrich Graun. Als sich am 11.Juli 1695 die Spur des Grafen Philipp Christoph von Königsmarck jäh und unwiederbringlich verliert, findet damit eine geheimnisvolle, tragische und unerfüllte große Liebe am Hofe Hannover ein überraschendes Ende. Er, 1689 als Oberst in Hannoversche Dienste getreten, macht dort die Bekanntschaft mit der schönen, gebildeten, musikbegeisterten Prinzessin Sophie-Dorothea von Hannover. Diese, unglücklich verheiratet mit ihrem Cousin ersten Grades, Herzog Georg I. Ludwig, findet in ihm einen seelenverwandten, ebenso musik-und literaturbegeisterten, feinsinnigen Kavalier. Beide kennen und lieben die Musik Agostino Steffanis, welcher 1688 als Komponist und Diplomat nach Hannover berufen wird und durch seine Musik dem Hof zu neuem Glanz verhilft. Verse aus seinen Opern und ergreifenden duetti da camera wechseln die Seiten, in seiner Musik spiegelt sich die innige Verbundenheit und große Leidenschaft des außergewöhnlichen und unglücklichen Liebespaares wieder. Das Ensemble concerto con voce: Barbara Christina Steude (Sopran), Annekathrin Laabs, (Mezzosopran), Bernhard Hentrich (Barockcello) und Holger Gehring, (Cembalo) erweckt vergessene und ergreifende Klänge zu neuem Leben. Das im Reinhardtsgrimmaer Schlosskonzert zu hörende Cembalo ist auffällig lang und besitzt nahezu die Ausmaße eines Konzertflügels. Es hat einen außergewöhnlichen tiefen Tonumfang, wodurch eine besondere Klangfülle erreicht wird. Das Instrument wurde 2007 vom Hamburger Cembalobauer Matthias Kramer nach stilistischem Vorbild der berühmten sächsischen Instrumenten- und Organistenfamilie Gräbner erbaut. Kramer gilt weltweit als Spezialist vor allem für den Nachbau deutscher Cembali. Seine Instrumente zieren nicht nur viele Hauptkirchen Deutschlands, sie werden auch von den führenden Hochschulen im In- und Ausland besonders geschätzt und von international renommierten Cembalisten bevorzugt gespielt. Konzerteintritt: 25 EUR/ 15 EUR (erm.) | Freie Platzwahl


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