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Eine 17-Jährige in ihrer bisher größten Rolle

Michelle Simon begeistert als „Däumelinchen“ auf der Naturbühne Maxen
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Mit einem Mini-Menschen erfüllt eine Hexe einer Frau übersinnlich deren Kinderwunsch. Die sehnsüchtig auf Nachwuchs wartende Dame erhält von ihr ein Gerstenkorn mit magischer Energie. Wer kennt es nicht, das bekannte Märchen „Däumelinchen" des dänischen Dichters Hans Christian Andersen. In der Geschichte pflanzt die Frau dann das Gerstenkorn in einen Blumentopf. Und siehe da: Aus dem Korn wächst eine Blume heran und in deren Blüte kauert plötzlich ein kleines Mädchen. Nicht größer als ein Daumen wird es alsbald Däumelinchen genannt.  Im neu inszenierten Kinderstück „Däumelinchen", auf der Naturbühne Maxen schlüpft die 17-jährige Michelle Simon in die Hauptrolle. Die junge Frau, die in Pirna eine kaufmännische Ausbildung macht, gehört bereits seit einigen Jahren zur Theatergruppe Maxen und stand schon als Tennie in „Zwei Gallier auf großer Reise" (2015), als Schlumpfine in „Zaubertrank und Zauberpulver" (2014) oder als Zwerg in „Die Suche nach den Zwergen vom Cottaer Spitzberg" (2013) unter freiem Himmel auf der idyllischen Waldbühne im Rampenlicht. Jetzt spielt sie ihre bisher größte Rolle als kleinstes Menschlein. „Ich bin fast von Anfang an mit auf der Naturbühne dabei. Ich glaube seit 2003. Es ist das sechste Jahr, in dem ich selber auf der Bühne stehe", erzählt die angehende Kauffrau im Großhandel. Und immer spielt sie in Familienstücken mit. Das hat einen Grund.  „Kinder im Publikum sind einfach toll. Das ist viel schöner. Sie strahlen viel mehr Freude aus und sind ehrlich in ihren Reaktionen." Als Schlumpfine oder jetzt nach der Premiere als Däumelinchen haben ihr die Kinder sogar Geschenke mitgebracht. „Das war total niedlich." Im „Däumelinchen" spielt sie sogar die Hauptrolle des Familienstücks und erlebt als kleines Menschlein große Abenteuer in der weiten Welt:  Eines Nachts springt eine alte Kröte zur ihr ins Zimmer und entführt sie. Die Kröte will sie mit ihrem dummen Sohn vermählen und sagt, sie wäre die geeignete Braut für ihn.  Däumelinchen aber kann durch die Hilfe anderer Tiere entfliehen. Fische nagen das Seerosenblatt los, auf dem sie gefangen ist. Wieder frei, verliebt sich ein Maikäfer in sie, Däumelinchen muss das Haus einer Feldmaus sauber halten und findet eine halberfrorene Schwalbe, die sie gesund pflegt. Und dann wie sollte es im Märchen anders sein, begegnet sie noch einem Prinzen… Wie das aber auf der Bühne ausgeht, muss man schon selbst anschauen. Die nächste und letzte Vorstellung des von der Maxenerin Bethiola Schulze inszenierten Familienstückes mit der Theatergruppe Maxen ist am Sonntag, 10. September um 19 Uhr zu erleben. Und das Besondere – im Anschluss an diese Vorstellung findet ein Lampionumzug statt. Also Laternen nicht vergessen! Eintritt: fünf/vier Euro. (df)

Michelle Simon begeistert als „Däumelinchen" auf der Naturbühne Maxen

? ? ? ? ? ? ? ? ? ?zenierten Familienstückes mit der Theatergruppe Maxen ist am Sonntag, 10. September um 19 Uhr zu erleben. Und das Besonders – im Anschluss an diese Vorstellung findet ein Lampionumzug statt. Also Laternen nicht vergessen! Eintritt: fünf/vier Euro. (df) Däumelinchen muss viele Abentenuer bestehen, ehe sie ihren Prinzen findet. Fotos: D.Förster www.naturbuehne-maxen.de